Verschönere Deinen Kiez – a la Berlin..

Ob ich eine Chance auf einen Preis bei einem Wettbewerb „Verschönere Deinen Kiez“ hätte? Bei meinen täglichen Ploggingrunden – bei mir ist in dem Wort allerdings weniger Jogging als mehr Schlürfing -..versuche ich meinen Kiez mit den (gefühlten) Millionen Hundekackhaufen zu „verschönern“.. Jetzt glänzen sie sehr schön in der Sonne.. Die Versuche, mit den Hundebesitzern ganz, ganz freundlich – und so vorsichtig als würde man mit einem minder bemittelten Menschen reden – nee, davon erzähle ich hier nicht, das ist nicht jugendfrei.. hoho…

PS. Lieber Hausnachbar – wenn Sie mich jetzt (mal wieder) anzeigen wollen, weil ich den Kiez mit etwas Gold versehe – dann machen Sie das doch! Mir ist es ein innerer Reichsparteitag zusehen zu dürfen, wie Sie die Schallmauer der Blutdruckgrenze sprengen!!

Wo um Himmels Willen habe ich mein Gedächtnis hingelegt?

Schrieb heute auf was ich einkaufen wollte/musste. Nahm den Zettel sogar mit – meistens vergesse ich ihn zu Hause. Aufs Rad und los und einkaufen und auf dem Heimweg rührt es mich wie Donner – das Wichtigste, das, was ich eigentlich kaufen wollte, habe ich einfach vergessen/verdrängt!! Wie zum Teufel funktioniert mein Kopp wenn ich vielleicht nicht mal eine Stunde mich daran erinnern kann, was ich kaufen wollte? Funktioniert wohl eben nicht.. Lobotomiert? Oh Mann, habe mich dann so satt… Und wie oft habe ich nicht in der U-Bahn gesessen und Blut und Wasser geschwitzt – habe ich den Herd nun ausgestellt oder nicht… Aber okay, noch weiß ich wie ich heiße und wo ich wohne.. immerhin.. Ps. auf dem Bild steht: Vergiss nicht

Ein klitzekleiner Wunsch..

Lieber Bestimmer – darf ich mit einem klitze kleinen profanen Wunsch kommen? Ich möchte einmal in meinem Leben in eins der Krankenhäuser kommen, mit den wir jede Woche hier im Fernsehen gefüttert werde. Und ich sitze bei den Sendungen immer in der ersten Reihe! Wo um Himmels Willen haben sie die denn aufgegabelt? Nicht hier in Deutschland für normal Sterbliche jedenfalls.. Ach so – Kulissen, verstehe.. Lug und Trug..

Ich habe ja in den letzten Jahren einige Studienaufenthalte in verschiedenen deutschen und schwedischen Krankenhäuser absolviert. Aber NIRGENDS gibt es so flotte Patientenzimmer. Fast immer sind es Einzelzimmer – wo verstecken sie die Kassenpatienten wohl? Die Räume sind superflott eingerichtet, trendig, richtig schöne Kunst an den Wänden und sogar echt flotte Bettwäsche.

Die Essenstabletts, die von hübschen jungen Menschenkindern hereingetragen werden müssen sie in einem 5-Sterne-Restaurant bestellt haben – solch ein Essen gibt es in Real Life nicht. Das hier bekam ich in Berlin am Heilig Abend..

Und die Ärzte (weiblich und männlich und was es sonst so alles gibt) – was für eine Augenweide! Alle blutjung – aber mordsmäßig erfahren, alles wird gerettet. Das Blut spritz mal etwas herum aber es gibt immer ein Happy End. Sie haben auch ZEIT – (frag doch mal einen Arzt in Berlin was das ist! Kennen sie nicht, der Artikel wurde schon geräumt..), sie setzen sich sogar zu den Patienten, die etwas „emotional bedürftig“ sind, und sprechen ganze und vollständige Sätze mit ihnen und erklären. Das nächste Mal werde ich so ein Schild an mein Bett befestigen „Bin emotional bedürftig!“. Und auch wenn es vielleicht stressig ist – man merkt es keinem Menschen an. Alles ist wunderschön und alles endet bestens. Verdammt noch mal – das nächste Mal möchte ich dort eingeliefert werden! Bitte vormerken!

Das OP-Bild ist von kzenon/fotolia

Reparaturen a la Berlin

Melde mit meiner App einen Strassenschaden. Melde mit „Stolpergefahr“. Wirkt sonst Wunder, denn scheinbar ist versicherungstechnisch Stolpern etwas ganz besonderes.. Nach einiger Zeit weht ein kleines rot-weisses Bändchen im Wind – bis der Wind das Bändchen ganz verweht. Und die Stolperfalle? Nach wie vor da. Und wundert sich jemand darüber, dass der neue Berliner Flughafen nie fertig wird?

Welcome to Berlin!

Fuhr heute mit der U-Bahn, um in einem Museum etwas für meinen leicht verkümmerten Geist zu tun. Hatte natürlich vergessen, dass Ostern und sämtliche Touristen vor der Tür stehen. Jedenfalls, auch vor dem wirklich langweiligsten Museum – ewig lange Schlangen. In der Bernauer Strasse – dort wo die Mauer-Gedenkstätte und der Flohmarkt Mauerpark sich befinden  und sehr viele ein- und aussteigen – war der Bahnsteig voller bezaubernden englischen Schülern und leicht hysterischen Lehrer. Der Zug hält wie immer und macht die Türen für maximal 10 Sekunden auf (maximal gefühlte 10 Sekunden). Länger scheint verboten zu sein. Natürlich schaffen es diese entzückenden englischen Schülern in der Zeit nicht– obwohl sie mehrere Türen überfallen. Und was macht man in Berlin? POFF – die Türen werden hart zugeknallt und sie sind hart und es tut echt weh. Kann mich an mehrere Selbstversuche schmerzlich erinnern. Aber der Lehrer und ich attackieren die Türen, reißen und halten sie auf und es gelingt uns noch einige glückseligen Teenies zu „retten“. Und wieso Welcome to Berlin? Kann mich in London, wo man auch Fahrpläne hat an denen die Fahrer sich halten sollten, daran erinnern – und London ist ja auch nicht gerade eine Klitsche – vom Fahrer aufgefordert wurde „Come on, hurry up Love“ und er wartete!! In Berlin? Hier? Nix Love, nix Spiegel nutzen um zu schauen wie die Lage da draußen in der bösen Welt so ist. Nee, POFF und ZU! Und Sorry an die Einzelnen, die es auch hier gibt, die tatsächlich warten. Liebe Berliner – wie wäre es, sollten wir alle nicht einen Charme-Kurse mal belegen?? Käme garantiert gut..

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Noch mehr Wäsche??

An manchen Tagen möchte man das Handtuch werfen. Aber dann sieht man ein, dass es nur noch mehr Wäsche dann gibt..

Oh danke, Du kluges Menschenkind, das zu diesem Ergebnis gekommen ist – und noch mehr Wäsche, wer möchte das haben?? Nee!!

Jammer-Warnung

Endlich den Platz in der Spezialklinik ergattert. Dort wo man meinte, mir helfen zu können. Es ist keine lebensbedrohliche Krankheit aber eine lebensqualitätbedrohliche solche. Also warum das Jammern? Dort angekommen sehe ich die anderen wirklich kranken Patienten und verstehe, dass ich auf einem sehr hohen Niveau klage, ein Luxus-Jammern sozusagen. Die Hoffnung wurde geweckt, die weiss-gekittelten Götter  meinten, dass alles gut wird, „wir ändern das und das“ und dann Schwupps-die-wupps ist alles gut. Ja, die erste Nacht war alles anderes als Schwupps-die-wupps. Ich denke, ich weiß jetzt in etwa was ein kalter Entzug ist – in Miniform. Die Nacht ewig, die Sekunden laufen eher rückwärts, warum ist der Kissen aus Plastik und ganz, ganz langsam nähert sich das Lebenselixier Kaffee und ein Leben danach. Nächste Nacht etwas besser – also, wird alles doch gut? Neue Medikamente, nein ich google nicht, ich will es nicht wissen, runter damit, fertig und die Hoffnung, die Hoffnung, dass es jetzt doch gut wird. Und dann? Dann stehe ich doch wieder auf LOS. Alle Versprechen haben sich in Luft aufgelöst und ich bin wütend – auf wen?? –oder doch traurig.. Ich Jammerlappen!

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Alles Paletti..

Irgendwie ging dieser Spruch an der S-Bahn direkt in mein Herz hinein. Nur Blüten die verwelken tragen Früchte. Wenn man 75 geworden ist darf man schon über Verwelken nachdenken.. Und wenn man dann vielleicht Früchte hinterlässt – na dann ist alles paletti!

Glücksgefühle

Es ist, als würde ich noch etwas schweben, die ansonsten schwere Füße sind ganz leicht geworden – die Kleinkrämerei des Alltags erreicht mich nicht. Es ist lange her, dass ich dieses Glücksgefühl gespürt habe – ja, wann war das eigentlich? Wurde gerade 75 Jahre alt und beschloss, dass ein FEST AN DEM ICH DIE HAUPTPERSON BIN her muss! Egal ob mit Untergang oder nicht – der Untergang bezieht sich auf den Sparstrumpf – aber ich wollte ein FEST feiern und die Menschen um mich haben, die ich in meinem Herzen trage und die mich wärmen. Es wurde ein Fest und ein wunderbares solches! Es war so als würde ich mich in Zuneigung und Wärme frottieren – es war keiner da, den ich einladen musste, nein alle waren gewünscht und gewollt. Meine Kinder, Enkelkinder, meine Familie, Freunde. Große, Kleine, Junge, Alte in einer fröhlichen Mischung. Lachende Gesichter, Stimmen die zur Decke stiegen. Gesichteter, die ich lange nicht gesehen hatte, wir fanden einander wieder, auch die die ich oft sehe, aber nicht oft genug, die, die ich selten sehen aber „jetzt darf es nicht so lange wieder dauern bis wir uns sehen““. Am Abend ging es ab ins Clärchens Ballhaus mit den „Angereisten“ und mit Familie, Kindern und Enkelkindern. Beim Tanzen, auch mit meinen süßen Enkelinnen (der Junge verweigerte naturgemäß), einfach die Arme an die Decke strecken und laut mitsingen „I will survive“, was für mich inzwischen eine doppelte Bedeutung hat. Fiel danach glücklich in mein Bett, glücklich über meine Freunde, über meine wunderbare Familie und die Umarmung des Enkels und dachte, das Leben, ja das Leben ist doch wunderbar..

Hilfe das Internet hat meine Enkel lobotomiert!!

Habe eine Weile kein Kinder-Sitting gemacht und nun bekam ich die Ehre, einen Abend auf die Süßen aufzupassen, 9 und 11 Jahre alt. Wenn ich früher kam, haben sie schon in der Tür gerufen „Können wir nicht… spielen?“ und wenn es nicht Monopoly war, dann war es auch ok. Monopoly hat bei mir traumatische Schäden bewirkt. Die Restfamilie saß immer mit  fetten, Kapitalisten-Häusern auf Parkstraße und weiß ich was und ich saß dort mit einem elenden billigen Wasserwerk. Außerdem dauerte es Stuuuuunden.. Sitzt tief in mir.

Nun die Mutter, die das Computerspielen stark reduziert, verließ das Haus und Schwupps waren die Computer da. Wer bin ich, um mich erzieherisch einzumischen? Nee.. Ich weiß nicht wie viele IPads sie in dieser Familie haben, sehe sie überall herumliegen. Nun mit dem Herausholen der Computer verschwanden auch meine Enkelkinder. Meine Versuche „Können wir nicht mal Back-Gammon spielen?“ wurde überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Na gut dachte ich, dann schaue ich auch TV. Aber wie bei allen meinen Töchtern, hat man Netflix und um dieses Elend einzuschalten, braucht man wenigstens einen Master von der Technischen Hochschule und die habe ich nun mal nicht. Ich habe höchstens mal in der Mensa dort gegessen aber das reicht leider nicht. Meine Versuche an meine Enkelkinder vorzudringen, mit sowas wie „Könnt Ihr mir mal den TV einschalten damit ich nicht den ganzen Abend an die Wand starren muss?“ verschwanden zusammen mit den Süssen im Cyberhimmel und Cybersmog. Also starrte ich den ganze Abend an die Wand.

Und frag mich nicht, wie es mir gelungen ist, die Kinder von den Spielen zu trennen.. das wollt ihr nicht hören. Und bin im Beliebtheitsranking sicher tief abgestürzt..

Bild Strichfiguren.de/fotolia

Ärztliche Weitsicht – was ist das denn?

Wie Ihr wisst habe ich einige Maläsen mit meinem Herzen, die ja sogar dazu geführt haben, dass ich tot vom Stuhl gefallen bin, also für mich keine Kleinigkeiten. Okay, passiert nicht jeden Tag und laufe nicht mit einem Schild herum auf dem steht „Warnung! Habe dies und das“.

Nach Weihnachten bekam ich jetzt  meine dritte Blasenentzündung (ja ja, zähl ruhig nach: 3 Blasenentzündungen in 30 Tagen.. stöhn..) und nun bekam ich ein neues Antibiotikum, nachdem man nachgeschaut hat, welche Killerbakterien sich bei mir wieder heimelig gemacht haben. Es ist Freitagnachmittag (lerne: am Freitagnachmittag NIE einen Arzttermin machen!) und nächste Woche haben die Schulen Ferien und das heißt, dass alle Ärzte bis zum Mittleren Alters schon auf der Autobahn Richtung Skigebiete sitzen. Lese den kilometerlangen Beipackzettel und SIEHE DA! Wenn man „dies und das“ hat ist es GEFÄHRLICH, GEFÄHRLICH, GEFÄHRLICH! Versuche dennoch die Praxis anzurufen und höre der säuselnde AB „Bitte rufen Sie uns in einer Woche (bis dahin bin ich sicherlich schon dreimal gestorben) wieder an“.

In allen Werbungen heißt es „Fragen Sie Ihren Arzte oder Apotheker“ also rufe ich die Apotheke an. „Oh nein, solche schwierigen Fragen können sie wirklich nicht beantworten“. Was lernen sie dann in ihrem Studium außer Pillen zu drehen und Salben zu mischen?? Glücklicherweise hat die Tochter einen Freund der Kardiologe ist – er muss im Krankenhaus die Stellung halten – und er sagt, ok, versuche es. Du hast ja den ICD (das ist der in meiner Brust eingebauten Defibrillator, der mich wieder ins Leben zurücktreten soll) und am Montag lässt Du ein EKG machen, um zu sehen, ob Veränderungen sind. Ja wo denn? Alle sind doch verreist??

Ich frage mich nur jetzt warum der Facharzt nicht einen Überblick über den ganzen Patienten haben kann. Wäre irgendwie ein gutes Gefühl. Es ist nicht nur die „Blase-Stickler“, die durch die Tür hineinmarschiert, sondern auch „Dies-und-Jenes Stickler“. Warum soll ich, alte Tante, die eiserne Kontrolle haben, um zu überleben? Hä??

Bild Sara Berdon/Fotolia

PIN-Elend..

Bin noch so hirnverbrannt, dass ich ein Konto bei der anerkannt unflexiblen X-bank habe. Habe keine Lust alles zu ändern, also selber Schuld.. Habe zwei Überweisungen nach Schweden gemacht, aber sie sind nicht ausgeführt worden, liegen da so im Internet einfach faul rum.. Ich verstehe nix, also rufe ich – VERSUCHE ICH ES – die Bank an. Unter der Nummer der immerhin Geschäftskunden – Ha, meiner einer ist Geschäftskundin! – vier Möglichkeiten zur Auswahl aber bei keiner Auswahl versteckt sich ein lebender Mensch. Also drücke ich „Karten sperren“ weil ich denke, DA muss doch jemand zu Hause sein und siehe da! Erfahre dass ich– in meinem Fall – eine andere völlig unlogische Alternative hätte wählen müssen. Nun gut, die stark sächselnde (muss da leider immer etwas unfair kichern..) Dame möchte von mir mein Telepin haben. Herr gib mir Mäßigung – Telepin, was, welcher von den tausend Pins, die Frau inzwischen hat,  und vor allem WO ist das Ding? Habe ich nicht! Ich sage, dass es ja eine grundsätzliche Frage ist aber NJET. Ich soll in die Filiale gehen. Stöhn.. In der Filiale sind MitarbeiterInnen die zwar Devotionalien verkaufen aber auch nicht mehr (und außerdem brauche ich für die Auskunft sicher eine Abstammungskunde in 5 Generationen und Nachweis meiner Staatsbürgerschaft und sauberer demokratischen Gesinnung) und in dem kleinen Glaskasten der Bank, wo immer ein gelangweilter Mitarbeiter sitzt und an seinem Telefon spielt darf man nur antichambrieren, wenn man einen Termin hat. Dazu muss ich wahrscheinlich die Nummer da oben wieder anrufen (!!) und russisch Roulette mit den vier Alternativen spielen.  Vor lauter Verzweiflung versuche ich eine andere Nummer in einer ganz anderen Angelegenheit anzurufen: Wegen des erhöhten Aufkommens „Rufen Sie bitte später an“. Könnte es sein, dass ich plötzlich AAAAARGGGGGG schreie??

PS1. Nee, ist nicht so dass ich etwas ungeduldig bin.. oder?

PS2. Bin doch zu der Filiale gefahren und eine ältere Dame – wie lange arbeiten eigentlich einige Menschen? – half mir mürrisch auf bewährter berliner mürrischer Art zurecht (was sicherlich nicht als mürrisch gemeint war, iss halt Berlin..). Also muss ich jetzt wohl zu Canossa kriechen..

Illustration: Sophie Herken

Eine kleine bescheidene Frage von einer etwas aufmüpfigen Tante

Hat jemand von Euch sich schon darüber gewundert, dass die flüssigen Reinigungsmittel eine sooooo große Öffnung haben?  Fast 4 VIER cm!!!  Die Flüssigkeit ist leicht flüssig und würde wunderbar durch eine kleiner Öffnung passen und so läuft es ab: Man/Frau möchte vielleicht den Boden wischen, Bad sauber machen und möchte etwa XXX im Wasser haben und öffnet die Flasche und Schwupps –  ein Schluck rein. Und da schau her! Der halbe Inhalt ist schon im Eimer gelandet… Na sowas! Es könnte wohl doch nicht so sein, dass die Hersteller dies so kalkuliert haben? Nein, so bös können Menschen doch nicht sein? Oder?? Vor Jahren schrieb ich an eins der bekannten Unternehmen – das was mit X aufhört – und frug bescheiden nach dem Grund der großen Öffnung aber klar – eine Antwort bekam die aufmüpfige Tante nicht..

Warum?

Heute auf dem „Leopold“ in Wedding. Wirklich nicht die feinste Ecke, aber dennoch.. es leben auch hier Menschen. Dort spürte ich eine ganz große Beklemmung – und das passiert mir in letzter Zeit häufiger – ein Betonblock legt sich auf meine Brust nieder. Fast überall liegen/sitzen Menschen – ja Menschen! – jetzt auf dem Bürgersteig draußen. Meistens liegen sie auf einer kleinen elenden Pappscheibe, um die schlimmste Kälte etwas abzuwenden und manchmal liegen sie auch direkt auf dem Asphalt. Heute auf dem Leopold: eine Frau – mittelalt – verrichtet in einer Ecke stehend ihre ganze Notdurft. Keiner schaut – höchstens weg – keine Reaktion. Die Oberlippe ist eingefallen. Heißt = kein Geld = keine Zähne. Wir sehen und schauen weg..

Und die da draußen sind nicht alle Osteuropäer – als ob gerade diese Menschen nichts mehr wert wären. Erinnere mich an frühere Bilder aus Indien. Die Armut dort war irgendwie utopisch – und Gott sei Dank ganz, ganz weit weg.. Jetzt ist sie nicht mehr utopisch und nicht mehr ganz, ganz weit weg.. So lange wie im Winter an jeder Ecke ein Mensch auf einer elenden Pappscheibe schläft, sind wir – in diesem reichen Land – nicht ein Stück besser. Warum finden wir das fast „normal“ und sind der Meinung, dass uns das nichts angeht – außer hin und wieder etwas Kleingeld geben? Ich weiß selbst nicht wie ich mich verhalten soll und habe Angst davor, abzustumpfen. Wann ist was in deren Leben passiert? Gleichzeitig bin ich unendlich dankbar dafür, dass das Leben mir – bis jetzt jedenfalls – dieses Elend erspart hat..

Bild 190749670 Fotolia srdjan

Grüße aus Berlin

Wie löst man in Berlin das Problem wenn die Regenrinne etwas zu kurz geraten ist? Ooch, ganz einfach, man verlängert einfach etwas mit einem im Wind tanzenden Plastikschlauch und wenn es in Strömen regnet – pah, da wird der Fussgänger darunter aber klatschnaß… Und wenn kümmert es in Berlin? Keinen… Es hängt schon eine ganze Weile dort so.. Eben Berlin.. (mach mich aber auch manchmal irre..)

 

 

 

Und manchmal schneit es ja doch auch etwas in Berlin und in 0,nix haben die Nachbarskinder diesen kleinen Schneemann  (ca 20 cm hoch) zusammengedreht. Er sackt schon etwas müde in sich zusammen aber ich sag´s ja immer: Nicht der Sieg zählt, sondern die Teilnahme!