Ach Berlin, ick lieb´Dich doch..

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Gerade aus Stockholm zurückgekommen. Am Flughafen sehe ich meinen Bus, renne wie ein etwas fußlahmer Hase und schaffe ihn und hüpfe fröhlich in den Bus und lächele den Fahrer strahlend an und frage ob er auf mich gewartet hat und wenn ja, vielen Dank. Nee, von ihm kommt ein sehr muffiges “Nee, hab´ ick nicht“. Vorhang runter..

Ich stehe dann in der U-Bahn und aus alter Gewohnheit aus Stockholm, wo man die Türen nicht selbst aufmachen kann, warte ich darauf, dass die Tür aufgeht. Auf der anderen Seite der Tür steht ein kleiner, alter, herzinfarktgefährdeter Griesgram. Nach einer Weile macht er die Tür auf und zischt mir zu „ Hättest wohl ooch die Tür uffmachen können, wa?!“ Vorhang runter..

Dann mache ich mich zum Aussteigen bereit und stehe direkt vor der Tür. Zwischen der Tür und mir sind  vielleicht 20 cm. Aber uffjepasst – zwei fesche junge Hipsters schieben mich zur Seite und quetschen sich dazwischen ohne mir eines Blickes zu würdigen. Weiß ich ja, Frauen über 50 werden nicht gesehen und 71-jährige, die entweder zu Hause oder im Heim bleiben sollten, schon mal gar nicht, aber HALLO HIER BIN ICH!! Vorhang auf!

Ach Berlin, ich bin wieder zu Hause und auch wenn das Wiedersehen etwas herb ist – ick lieb Dich doch!! Die Erinnerung an die freundlichen und höflichen Menschen in Stockholm bewahre ich tief in meinem Herzen.

 

2 Gedanken zu „Ach Berlin, ick lieb´Dich doch..

  1. Andreas

    Willkommen zurück. Es ist schön, dass Du den „Kulturschock“ so gelassen und mit Humor nimmst.
    Ich wünsche Dir eine schöne Restsommerzeit mit vielen NETTEN und FREUNDLICHEN Begegnungen.

    Herzliche Grüße

    Andreas

    Antworten

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