Auf der Flucht..

fotoschlickBild fotoschlick/fotolia

Klar habe ich eine Menge Bilder aus dem zweiten Weltkrieg gesehen und klar habe ich dabei ”Wie furchtbar!” gedacht – aber es war eine andere Zeit, eine andere Welt, ein anderer böser Planet, nicht hier, jetzt und bei uns..

Und jetzt sehe ich die Bilder mit den jungen Familien, die die erschöpften, schlafenden Kindern monatelang, kilometerweit getragen haben, in der Hoffnung, nur ein normales Leben ohne Krieg führen zu können. Die verzweifelt die dünnen Schwimmflügel an den kleinen Armen befestigen, in der Hoffnung, dass das Kinde überleben würde, wenn das Boot in der dunklen Nacht kentert. Der Flasch kommt – was wäre, wenn ich das gewesen wäre, als meine Kinder noch klein waren. Wenn ich sie bei Kampf um einen Platz im Zug verloren hätte, wenn sie – wenn ich – nicht die Kraft gehabt hätten.. So viele was wäre wenn..

Boot am Abend

Bild optmedia/fotolia

Und dann kommen die Bilder von den angekommenen. erschöpften, müden Eltern, die Kinder fest an der Hand – sie haben das Grauen vielleicht schon verdrängt – und ich denke, welches Recht hätte ich, diese Menschen einfach sterben zu lassen? Welche Recht hätte ich zu sagen, „Nee Du, das hier ist MEIN Land und hier hast Du nichts zu suchen“?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*