Ausländer in der eigenen Stadt?

gröngubbeHä? Wie geht das denn? Heute Morgen überfiel mich etwas schwedisches Heimweh und schwupps war ich auf dem Weg zu Ikea. Ist eine ganz sichere Karte dagegen.. Auf dem Weg zu meinem Ikea, das im alten Ostberlin liegt, sah ich eine gefühlsmäßig kilometerlange Schlange von älteren Menschen, die sich zu einer runtergekommenen Sportanlage (die durfte ein Investor für 1 EUR kaufen, mit dem Versprechen sie wieder fit zu machen. Nun, inzwischen sind 25 Jahre vergangen und die Anlage ist noch runtergekommener als vorher und keiner sagt was.. Wenn ich meine Kinder so inkonsequent erzogen hätte.. pah.. ) schlängelte.  Nun, in dieser Sportanlage findet dieses Wochenende die Nostalgiemesse OSTPRO statt, wo die alten Ostberliner in Erinnerungen schwelgen dürfen. Sie können z.B. an ihrem alten Waschmittel schnuppern, die lieb gewonnene Senfverpackung noch mal anfassen, sich gegenseitig „Weißt du noch..“ sagen…

rödgubbeZuerst musste ich etwas kichern aber dann blieb es mir doch im Halse stecken und ich dachte, ich bin wenigstens echt Ausländerin hier, aber die Ostberliner, sie waren doch auch hier immer zu Hause… Da kommt eines Tages eine neue Macht und schwupps ist das Alte einfach nichts wert und weg.. Daran sollten wir vielleicht auch manchmal denken..

2 Gedanken zu „Ausländer in der eigenen Stadt?

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