Archiv des Autors: Cecilia Stickler

Von der, die nur etwas einkaufen wollte, einen Schlenker durch die Hölle machte und nach zwei Monaten wieder nach Hause kam

OBS! Wenn Ihr mein Gejammer über Krankheit und Elend nicht mehr ertragen könnt – nicht lesen!

Anfang Oktober zog ich los um ein Geburtstagsgeschenk für ein wunderbares Enkelkind zu kaufen. Es war nicht glatt, dunkel, nass (nur der normale lebensgefährliche Berliner Bürgersteig) so frag mich nicht warum ich, wie eine alte morsche Tanne einfach nach vorne fiel und das ohne den geringsten normalen Reflex, mit den Händen entgegenzuwirken. Und was passiert dann? Man fällt auf den Kopf und da ich starke blutverdünnende Mittel nehme blutete ich wie ein Schwein (wieso sollen sie so  bluten?) und der Bürgersteig sah mehr nach einem Schlagfeld aus.  Nase gebrochen und Blut in Massen. Der Krankenwagen kam und die flotte junge Ärztin sagte,“ och, die Nase ist gebrochen, das richten wir und vielleicht tut es etwas weh..“ ETWAS? Hölle weh.. Aber in der Nacht stellte man fest, dass es in meiner Birne fröhlich blutete und da der Kopf ja ein geschlossenes System ist musste man eine Platte absägen und das Blut absaugen. In der Charité werden alle abgesägten Kopfplatten in Berlin aufgehoben (man stelle sich das visuell vor..) und ich hoffte, dass ich den richtigen Deckel zurückbekommen würde. Vielleicht sogar eine bessere, aber ich denke, da ist die Hirnmasse wichtiger.. Und nach neun höllischen Tage auf der Intensivstation durfte ich ins Leben zurück. Ich kann nicht Phantasien, Träume, Wirklichkeit unterscheiden weiß nur dass es neun höllische Tage waren in denen ich zwischen Leben und Tod entscheiden sollte.  Und ich kapiere es nicht, das Leben gewann schon wieder… Möchte der liebe Gott mich nicht haben oder was ist los? Ich merkte alle Schläuche, meine Hände waren am Bett fixiert weil ich nur den Wunsch hatte, alle Schläuche abzureißen. Fixiere mich NIE, NIE wieder – es ist ein Vorgeschmack von der Hölle. Versuchte meine Arme irgendwie dünner – als sie schon waren – zu machen aber die Leute, die auf der Intensivstation arbeiten kennen ihre Pappenheimer.

Nach einer Weile wurde ich befreit und durfte die normale Abteilung aufsuchen und meine Versuche, einen Arm oder einen Fuß einen Zentimeter von dem Bett zu heben waren meine täglichen Herausforderungen.  Die Platte durfte zurückkommen und wurde wieder eingesetzt (ob Sie dazu Sekundenkleber nutzen?), nachdem ich das Versprechen bekommen hatte, nachher (wenn nichts schief geht..) muss ich nicht auf die Intensivstation wieder . Ich habe geschrien, dass ich die Hölle nicht noch einmal erleben möchte. Dann lebe ich lieber mit offener Birne und passe auf, dass ich den Kopf nicht irgendwo anstoße (ach, man wird manchmal verrückt..und meine wunderbaren Töchter hatte mein Fahrrad schon in Beschlag genommen.. no chance.. ) . Sie mussten mir auch hoch und heilig versprechen, dass sie nicht mal daran denken, mich anzufassen, bevor die Narkose voll in Action ist.  Sie hielten ihr Versprechen und als ich aufwachte war das in dem normalen Bett, nicht fixiert und mit einem geschlossenen Kopf.

Dann war Reha dran. Draußen vor Berlin und von der Zeit will ich nicht viel sagen. Die Ärzte und Teile der Therapeuten war super, das Pflegepersonal hatten sie wohl zum großen Teil von damals übernommen. Was?? Stören, wenn sie in ihren Fleece Jacken auf dem Balkon (per Schild verboten dort zu stehen) rauchen?? Just dream about it = Ausmecker! Die Klingel benutzen wenn man Hilfe brauchte? Just dream about it = Ausmecker! Ich glaube, sie haben sich selten so gefreut, wie als ich nach Hause fuhr.. Ich durfte nach Hause fahren weil meine Schwester aus Stockholm kommen wollte. Alleinstehend, alt = Gefahrgut. Finde ich aber nett dass sie daran denken.

Nun bin ich zu Hause und morgens denke ich „So Cecilia, was tun wir heute?“ Das Leben wartet (oder das bisschen was noch übrig ist). Spätestens mittags bin ich etwas leiser und am Nachmittag schiele ich zu meinem Bett.. Mal sehen was aus dem Rest des Lebens wird..

Aber vor allem ein großes, großes Danke schön an meine wunderbaren Töchter! Ohne sie wäre ich auf dieser Reise verreckt. Wenn man richtig krank ist braucht man dringend solche Hilfe und es macht keinen Sinn immer Lieb und Brav zu sein – leider..

PS. Grammatikalische Fehler bitte übersehen, die Gehirnmasse hat sich noch nicht ganz sortiert..

Bild kzeneon/fotolia

Danke an mein Häuptling (=hövding)

Heute sage ich DANKE SCHÖN an meinen Airbag Hövding und an die wunderbaren Menschen, die ihn mir zu meinem 75. Geburtstag schenkten. Wenn er nicht gewesen wäre, wäre mein Kopf jetzt Matsche-Pampe.. DANKE!!! Und wenn die alte Tante so doof ist, dass sie bei Regen und Sturm zum Fitness radelt, ja dann hat sie wohl selbst Schuld. Der Feuerwehrmann lachte und schlug ein Dreirad vor.. Shame on me.. Ich bin unendlich dankbar und nur der Ellbogen ist etwas lädiert..

Ende des Ikea-Dramas

Für diejenigen, die mit Spannung auf die Auflösung des Ikea-Dramas warten. Ich kann Euch erlösen! Das Sofa ist da!! Aber das ist nicht Ikeas Verdienst, denn die Lieferung kam ohne Montageanleitung aber der junge italienische Zahnarzt, der die Montage machte (was für Schicksale, Zahnarzt sein und Ikea-Möbel montieren müssen… das ist mir erspart geblieben..) konnte mit Hilfe meines Ausdruckes aus dem Internet das Sofa zusammenbasteln. Und dass das Drama endlich beendet werden konnte, ist wahrlich nicht Ikeas Verdienst – und Ikea, ich habe noch ein Hühnchen mit Euch zu rupfen! Vielleicht kann ich am Montag ein neues Ikea-Drama starten, dann kommt das Bett das ich bestellt habe und wenn ich ganz viel Glück habe, mit Schrauben, Anleitung und was alles dazu gehört.. Wir warten ab…

Fortsetzung des Ikea-Dramas

Akt 12   Es ist Samstag und Ikea ruft natürlich nicht an – wie sie es mir versprochen hatten. „Entweder Samstag oder Montag“. Okay, nicht die Hoffnung aufgeben – es kommt noch ein Montag, vielleicht ein Montag voller Wunder..

Akt 13   Es ist Montag und Ikea ruft natürlich nicht an – wie sie es mir versprochen hatten.

Akt 14   Es ist Dienstag und man kann Ikea nach wie vor telefonisch nicht erreichen und wieder fahre quer durch Berlin mit der Straßenbahn. Heute sind die Wettermächte mir milde – die Temperaturen sind normal. Angekommen sehe ich den jungen Mann, der wie mir gesagt wurde, der „Chef“ der Abteilung wäre. Um Chef zu sein muss er allerdings den Kurs im Kundenmanagement absolvieren,  den hat er ganz sicher nicht gemacht.. Oh ja, er kann sich an mich erinnern.. Kunststück, so wütend wie ich war und bin vergisst man mich nicht so schnell. Ganz ruhig telefoniert er etwas hin und her und fragt, wann sie liefern sollen. Ich „SOFORT“ weil ich endlich ein Ende des Dramas haben möchte. Das geht natürlich nicht „Geht nicht! ZACK!!“ und dann und dann und dann natürlich auch nicht und wir einigen uns dann auf Samstag. Kann ja egal sein, ob heute oder morgen aber ich möchte einfach IKEA IN DIE KNIE ZWINGEN! Mein Gott bin ich naiv… Ich bekomme neue Papiere und ich stehe da und warte, ja hatte mir vielleicht ein „Tut uns sooo leid“ gewartet. Kalt wie Hundeschnauze schaut er mich an und  sagt „War noch was (etwa??)?“  und wünscht mich wahrscheinlich zum Teufel. KEINE ENTSCHULDIGUNG NICHTS. Ikea ich hasse Dich immer noch!

IKEA Drama Akt 1-11

Akt 1:     Durch Berlin in der Wüstenhitze mit der Strassenbahn (ohne Air-Condition) bis Lichtenberg   fahren um ein Sofa zu bestellen- muss hinfahren da es online nicht möglich ist, die Demontage zu bestellen. Noch Steinzeit bei Euch da, Ikea??

Akt 2:       Oh super, schon in 3 Tagen Lieferung

Akt 3:    Zwischen 7-21 Uhr (Holla die Waldfee, man hat ja nix anderes zu tun..) mit dem  Versprechen, am Morgen es zeitlich etwas einzugrenzen

Akt 4:    Freude – die netten Jungs kommen, schleppen riesige Kartons in die kleine Wohnung, die nun endgültig vollgestopft ist

Akt 5:     Nee, doch nicht zuerst die alte Couch entsorgen – Gott sei Dank! Denn

Akt 6:      DIE SCHRAUBEN FEHLEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ist hier „Verstehen Sie Spaß?“

Akt 7:   Telefonate der starken und netten Lieferjungs mit Ikea (als normal Sterblicher ist es   nicht möglich Ikea anzurufen- merk Dir das!)  und alles wieder einpacken und Abtransport

Akt 8:   Versuche bloß nicht mit Ikea telefonisch Kontakt aufzunehmen – ist absolut totgeboren!! Ihre Hotline ist FAKE!! Und Du kriegst nur eine Hirnblutung vor Wut!

Akt 9:       Und nun??

Akt 10:    In der Wüstenhitze bis Lichtenberg (immer noch ohne Air-Condition) fahren und die arme Mitarbeiterin zusammenfalten – die übrigens ganz entzückend nett war.. Chef geholt und eine Entschuldigung eingefordert – Ergebnis: NIX!! Wenigstens „es tut uns leid..“ Nix niente, nada  -was ich wohl hätte? Man würde ja jetzt versuchen….“ und gedacht hat er sicher „Verp…ss Dich du Alte!“

Akt 11:     In der Wüstenhitze nach Hause fahren – mit den Schrauben fest in der Tasche – und mit einem wagen Versprechen, dass man mich morgen oder am Montag anrufen      würde, um einen neuen Liefertermin zu vereinbaren.

Wer es glaubt wird selig und IKEA ICH HASSE DICH MANCHMAL UND SCHWÖRE NIIIIIE WIEDER

Bild phyZick/Fotolia

Ohne mich!!

Bin gerade dabei mir einer nahestehenden Person behilflich zu sein, einen Pflegeplatz zu finden. Die Person ist alt, schwach und zerbrechlich aber im Kopf recht glasklar. Vielleicht die Höchststrafe? Jedenfalls habe ich jetzt mehrere Pflegeheime gesehen und leider gilt auch dort der Kapitalismus – je mehr du zahlst, desto schöner wird es. Aber nichts neues unter den Sternen. Aber die Tatsache wie wir alte Menschen immer noch verkauft werden, erstaunt mich. Auf der Broschüre eines Unternehmens, das mehrere Pflegeheime hier in Berlin hat sieht man eine Frau und einen Mann. Sie sitzen auf einem Sofa und SIE bläst dabei Seifenblasen und ER schaut ihr glücklich und infantil zu. Ist das die zukünftige Erwartung? Soll ich jetzt schon die Seifenblasen kaufen?

Ps. Die Namen der Pflegeheime sind abenteuerlich, idyllischer und kitschiger kann es nimmer werden.. ob das hilft??

Bild matthiasener/fotolia

EU-Systemkollateralschaden

Glaubte, dass innerhalb der EU inzwischen alles nivelliert wäre, aber nee, doch nicht. Ich habe wohl verstanden dass das Löchern von Blättern und wie Ordner funktioniert scheinbar doch etwas Ernsthaftes ist und dass man (in Schweden) da nicht so gerne nachgeben möchte. Wir sind doch halt Individualisten..

Aber auch mit den Kissenformaten haben wir gelernt, dass die Uhren woanders anders laufen. Eine aller liebste Freundin sagte immer „Andere Länder andere Sitten, andere Frauen andere (´tschuligung..) Titten.“ Hier in Deutschland mag man gerne die etwas monströsen 60×60 cm, bei uns in Schweden eigentlich etwas kleiner und knuffiger aber IKEA ist ein global Player halt und inzwischen kriegt man die meisten Größen..

Hatte neue Vorhänge gekauft und hatte sie auch bei IKEA gekauft weil sie dort so wunderbar fertig genäht sind. Frau muss die Nähmaschine nicht mehr von da ganz hinten hinter den Winterstiefeln aus dem Kabuff herauskramen. Aber glaub nun bloß nicht dass deutsche und schwedische Aufhängsysteme zusammen funktionieren! Nee, weit gefehlt – es liegen Welten (naja ein bisschen) dazwischen! Aber alte Pfadfinderin wie ich nun mal bin, habe ich es geschafft die beiden Systeme zusammenzuführen und wenn man nicht so genau hinschaut ist es ok. Meine eigene kleine EU-Konformität! Glücksgefühl!

Besser spät als nie?

In Berlin ist es wohl inzwischen normal, dass die Sommertemperaturen über 30 Grad (Darf´s ein bisschen mehr sein??) sind und das hat zur Folge, dass ich zu Hause wie ein Schluck Wasser (in der Kurve) herumhänge und aus purer Langeweile fing ich an den Computer aufzuräumen. Und siehe da! Finde mehrere Briefe, die ich an einen damals für mich unglaublich wichtigen Menschen geschrieben hatte, und wenn ich sie lese wird mir ganz schwummerig! Habe wirklich ICH das alles geschrieben?? Diese bittende, kriechende, um Gnade flehende Person, bereit alle Forderungen, Büßergänge zu erfüllen, wenn nur… – ich?? Und dann frage ich mich etwas verunsichert, was aus mir Single-Rentnerin vielleicht inzwischen geworden ist? Bin ich eine emotionale Dampfwalze geworden, eine die die Leben der anderen platt walzt und signalisiert „Hier komme ICH!!“. Ich hoffe nicht, und dennoch – nie mehr bin ich bereit mich so dermaßen unterzuordnen und mich so zu kasteien, nie mehr bin ich bereit „mea culpa“ (es sei denn ich habe wirklich was verkackt) zu sagen und nie mehr bin ich bereit, für den Burgfrieden meinen Stolz herunterzuschlucken! Soll der Teufel mich doch lieber holen!

Bild Sophie Herken

Mein Dämon

Mein Dämon bezog vor einer Weile Stellung in  meinem Körper und hat jetzt einen Namen bekommen – FATIGUE.   Ich merkte schon, dass sich ein Untermieter in meinem Körper eingenistet hatte, denn alles wurde so schwer (und es waren nicht die Kilos die sich ansammelten). Es war als hätte ich Bleiklumpen an Armen und Beinen und als ob mein Gehirn in Gele eingepackt war. Wie Gehirn in Aspik – hoho..  Da hilf ein kleines Schlummerchen nix, wenn Frau aufwacht sind die Bleiklumpen leider immer noch da. Also verschenkte Zeit – und davon hat Frau ja nicht mehr unendlich viel. Gehöre selbst zu der Generation die gelernt hat, dass man sich selbst nicht leid tut sondern dass man fröhlich in die Hände spuckt und weitermacht. Meine Stiefmutter hatte als Mantra – wenn ich in absoluten Notsituationen etwas Trost gebraucht hätte (aber das gewöhnt man sich schnell ab..) – „Armes kleines Ding tausend Mal“ und damit wären auch die nächsten 999 Notsituationen abgegolten, also nichts der Rede wert. Das härtet ab.

Mein Dämon schlich sich bei mir ein als ich den Blutkrebs bekam. Nee, nicht Leukämie sondern PV und wie der Arzt hurtig und fröhlich sagte „Davon stirbt man meistens nicht, sondern meistens damit“. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass er den Empathiekurs  doch geschwänzt hatte.  Also in die Hände spucken! Kann Frau ja ganz gut. Aber jetzt fange ich langsam an zu kapitulieren, denn ich finde dass mein Dämon sich allzu viel ausbreitet. Das führt daz,u dass ich eigentlich schöne und einfache Dinge nicht mehr so richtig packe und schlapp mache, und das ist ja in meiner Generation die 8. Todessünde. So auf zum Kampf gegen den Dämon! Aber wie?

PS. Nur für die taffen (wie meine Stiefmutter)- Fatigue ist weder Einbildung noch Psychisch – es gibt es. Alles klar?

Verschönere Deinen Kiez – a la Berlin..

Ob ich eine Chance auf einen Preis bei einem Wettbewerb „Verschönere Deinen Kiez“ hätte? Bei meinen täglichen Ploggingrunden – bei mir ist in dem Wort allerdings weniger Jogging als mehr Schlürfing -..versuche ich meinen Kiez mit den (gefühlten) Millionen Hundekackhaufen zu „verschönern“.. Jetzt glänzen sie sehr schön in der Sonne.. Die Versuche, mit den Hundebesitzern ganz, ganz freundlich – und so vorsichtig als würde man mit einem minder bemittelten Menschen reden – nee, davon erzähle ich hier nicht, das ist nicht jugendfrei.. hoho…

PS. Lieber Hausnachbar – wenn Sie mich jetzt (mal wieder) anzeigen wollen, weil ich den Kiez mit etwas Gold versehe – dann machen Sie das doch! Mir ist es ein innerer Reichsparteitag zusehen zu dürfen, wie Sie die Schallmauer der Blutdruckgrenze sprengen!!

Wo um Himmels Willen habe ich mein Gedächtnis hingelegt?

Schrieb heute auf was ich einkaufen wollte/musste. Nahm den Zettel sogar mit – meistens vergesse ich ihn zu Hause. Aufs Rad und los und einkaufen und auf dem Heimweg rührt es mich wie Donner – das Wichtigste, das, was ich eigentlich kaufen wollte, habe ich einfach vergessen/verdrängt!! Wie zum Teufel funktioniert mein Kopp wenn ich vielleicht nicht mal eine Stunde mich daran erinnern kann, was ich kaufen wollte? Funktioniert wohl eben nicht.. Lobotomiert? Oh Mann, habe mich dann so satt… Und wie oft habe ich nicht in der U-Bahn gesessen und Blut und Wasser geschwitzt – habe ich den Herd nun ausgestellt oder nicht… Aber okay, noch weiß ich wie ich heiße und wo ich wohne.. immerhin.. Ps. auf dem Bild steht: Vergiss nicht

Ein klitzekleiner Wunsch..

Lieber Bestimmer – darf ich mit einem klitze kleinen profanen Wunsch kommen? Ich möchte einmal in meinem Leben in eins der Krankenhäuser kommen, mit den wir jede Woche hier im Fernsehen gefüttert werde. Und ich sitze bei den Sendungen immer in der ersten Reihe! Wo um Himmels Willen haben sie die denn aufgegabelt? Nicht hier in Deutschland für normal Sterbliche jedenfalls.. Ach so – Kulissen, verstehe.. Lug und Trug..

Ich habe ja in den letzten Jahren einige Studienaufenthalte in verschiedenen deutschen und schwedischen Krankenhäuser absolviert. Aber NIRGENDS gibt es so flotte Patientenzimmer. Fast immer sind es Einzelzimmer – wo verstecken sie die Kassenpatienten wohl? Die Räume sind superflott eingerichtet, trendig, richtig schöne Kunst an den Wänden und sogar echt flotte Bettwäsche.

Die Essenstabletts, die von hübschen jungen Menschenkindern hereingetragen werden müssen sie in einem 5-Sterne-Restaurant bestellt haben – solch ein Essen gibt es in Real Life nicht. Das hier bekam ich in Berlin am Heilig Abend..

Und die Ärzte (weiblich und männlich und was es sonst so alles gibt) – was für eine Augenweide! Alle blutjung – aber mordsmäßig erfahren, alles wird gerettet. Das Blut spritz mal etwas herum aber es gibt immer ein Happy End. Sie haben auch ZEIT – (frag doch mal einen Arzt in Berlin was das ist! Kennen sie nicht, der Artikel wurde schon geräumt..), sie setzen sich sogar zu den Patienten, die etwas „emotional bedürftig“ sind, und sprechen ganze und vollständige Sätze mit ihnen und erklären. Das nächste Mal werde ich so ein Schild an mein Bett befestigen „Bin emotional bedürftig!“. Und auch wenn es vielleicht stressig ist – man merkt es keinem Menschen an. Alles ist wunderschön und alles endet bestens. Verdammt noch mal – das nächste Mal möchte ich dort eingeliefert werden! Bitte vormerken!

Das OP-Bild ist von kzenon/fotolia

Reparaturen a la Berlin

Melde mit meiner App einen Strassenschaden. Melde mit „Stolpergefahr“. Wirkt sonst Wunder, denn scheinbar ist versicherungstechnisch Stolpern etwas ganz besonderes.. Nach einiger Zeit weht ein kleines rot-weisses Bändchen im Wind – bis der Wind das Bändchen ganz verweht. Und die Stolperfalle? Nach wie vor da. Und wundert sich jemand darüber, dass der neue Berliner Flughafen nie fertig wird?

Welcome to Berlin!

Fuhr heute mit der U-Bahn, um in einem Museum etwas für meinen leicht verkümmerten Geist zu tun. Hatte natürlich vergessen, dass Ostern und sämtliche Touristen vor der Tür stehen. Jedenfalls, auch vor dem wirklich langweiligsten Museum – ewig lange Schlangen. In der Bernauer Strasse – dort wo die Mauer-Gedenkstätte und der Flohmarkt Mauerpark sich befinden  und sehr viele ein- und aussteigen – war der Bahnsteig voller bezaubernden englischen Schülern und leicht hysterischen Lehrer. Der Zug hält wie immer und macht die Türen für maximal 10 Sekunden auf (maximal gefühlte 10 Sekunden). Länger scheint verboten zu sein. Natürlich schaffen es diese entzückenden englischen Schülern in der Zeit nicht– obwohl sie mehrere Türen überfallen. Und was macht man in Berlin? POFF – die Türen werden hart zugeknallt und sie sind hart und es tut echt weh. Kann mich an mehrere Selbstversuche schmerzlich erinnern. Aber der Lehrer und ich attackieren die Türen, reißen und halten sie auf und es gelingt uns noch einige glückseligen Teenies zu „retten“. Und wieso Welcome to Berlin? Kann mich in London, wo man auch Fahrpläne hat an denen die Fahrer sich halten sollten, daran erinnern – und London ist ja auch nicht gerade eine Klitsche – vom Fahrer aufgefordert wurde „Come on, hurry up Love“ und er wartete!! In Berlin? Hier? Nix Love, nix Spiegel nutzen um zu schauen wie die Lage da draußen in der bösen Welt so ist. Nee, POFF und ZU! Und Sorry an die Einzelnen, die es auch hier gibt, die tatsächlich warten. Liebe Berliner – wie wäre es, sollten wir alle nicht einen Charme-Kurse mal belegen?? Käme garantiert gut..

Bild: Graffiti-745071_649_schaefersystem.jpg

Noch mehr Wäsche??

An manchen Tagen möchte man das Handtuch werfen. Aber dann sieht man ein, dass es nur noch mehr Wäsche dann gibt..

Oh danke, Du kluges Menschenkind, das zu diesem Ergebnis gekommen ist – und noch mehr Wäsche, wer möchte das haben?? Nee!!