Archiv des Autors: Cecilia Stickler

Eine kleine bescheidene Frage von einer etwas aufmüpfigen Tante

Hat jemand von Euch sich schon darüber gewundert, dass die flüssigen Reinigungsmittel eine sooooo große Öffnung haben?  Fast 4 VIER cm!!!  Die Flüssigkeit ist leicht flüssig und würde wunderbar durch eine kleiner Öffnung passen und so läuft es ab: Man/Frau möchte vielleicht den Boden wischen, Bad sauber machen und möchte etwa XXX im Wasser haben und öffnet die Flasche und Schwupps –  ein Schluck rein. Und da schau her! Der halbe Inhalt ist schon im Eimer gelandet… Na sowas! Es könnte wohl doch nicht so sein, dass die Hersteller dies so kalkuliert haben? Nein, so bös können Menschen doch nicht sein? Oder?? Vor Jahren schrieb ich an eins der bekannten Unternehmen – das was mit X aufhört – und frug bescheiden nach dem Grund der großen Öffnung aber klar – eine Antwort bekam die aufmüpfige Tante nicht..

Warum?

Heute auf dem „Leopold“ in Wedding. Wirklich nicht die feinste Ecke, aber dennoch.. es leben auch hier Menschen. Dort spürte ich eine ganz große Beklemmung – und das passiert mir in letzter Zeit häufiger – ein Betonblock legt sich auf meine Brust nieder. Fast überall liegen/sitzen Menschen – ja Menschen! – jetzt auf dem Bürgersteig draußen. Meistens liegen sie auf einer kleinen elenden Pappscheibe, um die schlimmste Kälte etwas abzuwenden und manchmal liegen sie auch direkt auf dem Asphalt. Heute auf dem Leopold: eine Frau – mittelalt – verrichtet in einer Ecke stehend ihre ganze Notdurft. Keiner schaut – höchstens weg – keine Reaktion. Die Oberlippe ist eingefallen. Heißt = kein Geld = keine Zähne. Wir sehen und schauen weg..

Und die da draußen sind nicht alle Osteuropäer – als ob gerade diese Menschen nichts mehr wert wären. Erinnere mich an frühere Bilder aus Indien. Die Armut dort war irgendwie utopisch – und Gott sei Dank ganz, ganz weit weg.. Jetzt ist sie nicht mehr utopisch und nicht mehr ganz, ganz weit weg.. So lange wie im Winter an jeder Ecke ein Mensch auf einer elenden Pappscheibe schläft, sind wir – in diesem reichen Land – nicht ein Stück besser. Warum finden wir das fast „normal“ und sind der Meinung, dass uns das nichts angeht – außer hin und wieder etwas Kleingeld geben? Ich weiß selbst nicht wie ich mich verhalten soll und habe Angst davor, abzustumpfen. Wann ist was in deren Leben passiert? Gleichzeitig bin ich unendlich dankbar dafür, dass das Leben mir – bis jetzt jedenfalls – dieses Elend erspart hat..

Bild 190749670 Fotolia srdjan

Grüße aus Berlin

Wie löst man in Berlin das Problem wenn die Regenrinne etwas zu kurz geraten ist? Ooch, ganz einfach, man verlängert einfach etwas mit einem im Wind tanzenden Plastikschlauch und wenn es in Strömen regnet – pah, da wird der Fussgänger darunter aber klatschnaß… Und wenn kümmert es in Berlin? Keinen… Es hängt schon eine ganze Weile dort so.. Eben Berlin.. (mach mich aber auch manchmal irre..)

 

 

 

Und manchmal schneit es ja doch auch etwas in Berlin und in 0,nix haben die Nachbarskinder diesen kleinen Schneemann  (ca 20 cm hoch) zusammengedreht. Er sackt schon etwas müde in sich zusammen aber ich sag´s ja immer: Nicht der Sieg zählt, sondern die Teilnahme!

Blind Date mit 2019

Wie hoch steigt man in der Beliebtheitsskala in der Nachbarschaft, wenn man am Neujahrsmorgen um 5.45 Uhr eine Serie Raketen abschießt? Frau frägt sich nur. Mir isses ja egal, ich war – wie immer – schon auf, aber für alle diejenigen, die die ganze Nacht gefeiert haben und  champagnerbetrunken, einander Neujahrsversprechen (die von sehr kurzer Haltbarkeit sind – Erfahrungsbericht..) abgegeben haben und jetzt süß schlummern?  Lieber antizyklischer Raketenschießer – manchmal wird man nicht beliebt wenn man Individualist ist. Aber meinen lieben Lesern sage ich: Ich wünsche Euch ein gutes neues 2019. Ich finde so einen Blind Date mit einem neuen, unbekannten Jahr etwas furchterregend, aber nee, es WIRD schon gut werden! Still going strong..

Klopapier

Wann hat man eigentlich damit aufgehört, das Klopapier ordentlich zu perforieren? Ok, ich rede hier von Normalpapier, nicht von der Luxusausführung mit Kaschmir, Daunen und 10 fluffigen Schichten.. Es war eine so wunderbare Erfindung – jetzt ist das Papier irgendwie nerver ending geworden. Sitze auf dem kleinen Klo – wenn es überhaupt so sauber ist dass Frau sich hinsetzen kann – und drehe den Arm nach hinten – warum sind eigenglich diese Megapapierbehälter so seltsam weit hinten angebracht? – und versuche verzweifelt einen Anfang zu finden. Irgendwie schweben mir viele Tesafilmrollen in meinem armen verschwitzten Gehirn vor, bei denen man ewig den Anfang nie richtig findet und nie ein anständiges Stück Tesa bekommt – finde ein Eckchen und ziehe – und ziehe und ziehe. Um das Elend zu stoppen mache ich einen HAU-Ruuuuck und habe ein langes, schmales, elendes Stück Papier in der Hand. Was soll ich denn damit?? Bitte – perforieren Sie bitte das Klopapier richtig wieder – auch das billige und unfluffige..

Prinzipien

Eine mir sehr nahe stehende Person hat Prinzipien – und sehr feste solche. Ich fragte sie wie es ihrem Bekannten geht und bekomme eine zischende, wütende Antwort „Weiß ich nicht – bin SAUER auf X!“. Voller Empathie erkundige ich mich um den Krisengrund und bekomme diesmal die Antwort: „Weiß ich doch  nicht mehr, habe ich vergessen – aber bin auf ihn SAUER!!“: Gut wenn man prinzipienfest ist..

Bild PhyZick, Fotolia

Zuckerschock?

Habe ein süßes Andenken an gestern. Meine Computermaus ist äußerst zuckrig und klebrig. Wir, d.h. schon eher die Enkelkinder – ich kann mich beherrschen – , bauten und dekorierten gestern Pfefferkuchenhäuser und nachdem Richtfest gefeiert war (die Häuser brachen Gott sei Dank nicht zusammen) und Hänsel und Gretel und Hexe positioniert waren, was macht man dann wenn man so 8-10 Jahre alt ist und endlich totale Freiheit an dem Rechner der Großmutter hat? Man spielt Computerspiele und dazu wird bei mir nun mal die Maus benutzt und nun ist die Maus sehr k l e b r i g. Aber was macht das?

Nicht nur die Maus ist klebrig – ich wohne auf 55 m2 und habe eine kleine Küche (Schwedisches Märchen: Die kleine Oma wohnte in einem kleinen, kleinen Haus, in dem kleinen, kleinen Raum, in der kleinen, kleinen Küche.. und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute..) und es soll ja auch gemütlich sein beim Basteln. Also saßen wir an meinem allerliebsten Biedermeiertisch – ich hatte versucht die Speisezimmermöbel (Ho-ho Speisezimmer! Once upon a time!) etwas zu überdecken – und so saßen wir an dem allerliebsten Biedermeiertisch und klebten und bauten, klebten und ließen es schneien – alles mit dem Puderzuckerklebzeug. Die Dächer wurden in Silberkugeln getränkt, der Boden wurden weiß gemacht, über alles schneiten und regneten bunte Perlen, Perlchen auf das Haus, Perlchen auf den Garten, eine Faust Perlchen in den Mund – autsch, daneben, auf den Boden.. Aber was macht das?

Und wie gelang es mir danach, die spielwütenden kleinen Menschen von meinem Rechner zu locken? Glaub´s ob Du willst – ich versuchte ihnen zu zeigen, wie man häkelt und verschwitzte und verklebte kleine Finger kämpften danach mit Nadel und Garn. Völlig eschauffiert zeigten sie dann dem abholenden Vater stolz ihre Werke, der verzweifelt versuchte, zu verstehen, was es darstellen sollte. Sowas Altmodisches konnte gegen Computerspiele punkten!

Bild Sophie Herken

Was tun wenn das Gehirn schlapp macht?

Obwohl mein Gehirn wohl nicht gerade Frischware ist – immerhin hat es ja im letzten Jahr geschafft, 12 Minuten außer Gefecht zu sein – so arbeite ich immer noch als Übersetzerin. Teils macht es Spaß –man lernt sehr viel Spannendes kennen– und Teils ist es eine kleine, nette  Goldkante für meine kleine Rente. Gerade habe ich eine Übersetzung über Sextoys in allen Farben und Ausführungen. WOW was es alles gibt! Aber auch wenn es lustig ist, ist es manchmal anstrengend für so ein altes und verschlissenes Gehirn und dann brauche ich einen Break, wie man so heute wohl sagt. Was ich dann tue? Nee, kein OOOOMMMM, auch kein Halbmond oder Pflug (hier sagt mein altes Gerüst NJET!)  sondern Staubsauger raus und dann fege ich über meine wenig spatiösen 55 qm los und dann? Ja, dann iss´ es jut und das Gehirn könnte wieder funktionieren und manchmal tut es das sogar..

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Berliner U-Bahn

So sieht es bei uns in Berlin aus. Die U-Bahn kommt (wenn man Glück hat..). Rappeldickevoll drinnen, rappeldickevoll draußen und die, die sich auskennen wissen, dass  der Fahrer aller höchstens fünf Sekunden für den Aufenthalt einplant. Er schließt die Türen unbarmherzig,  egal ob Du gerade dazwischen, draußen oder drinnen bist. Was zählt sind die sportlichen fünf Sekunden.  Und es tut weh, wenn sie zuknallen… Autsch!  Es hilft nicht, dass die Lautsprecher brüllen:  Z-U-R-Ü-C-K-B-L-E-I-B-E-N! Die Idee, ein Auge in den Rückspiegel zu werfen – vergiss es. Könnte ja als Service ausgelegt werden, und das ist in Berlin strengstens VERBOTEN!  PÄNG sind die Türen dann zu. Wenn ich eine Gruppe allerliebster kleinen Menschen in quietschgelben Westen – in einer perfekten 2-er-Reihe –Hand an Hand –  sehe, bekomme ich Schweißausbrüche vor Angst, dass die Hälfte dieser kleinen entzückenden Wesen – wie Hänsel und Gretel im Wald – auf dem Bahnsteig übrig bleibt und ein U-Bahn-Trauma bekommt..

Jedenfalls die Tür geht nun auf und die Masse möchte gerne nach draußen quellen aber es geht leider nicht – davor steht eine Betonwand aus Menschen. Direkt davor, und sie weichen nicht einen Millimeter zur Seite. NEE, wo kommen wir dahin?! Und was lernen wir daraus? Chaos, Stress Gedränge, WEG DA!!. Wie wäre es mit entweder einfach zur Seite gehen und erst die Leute aussteigen lassen oder einfach rechts einsteigen und rechts aussteigen? Aber das ist für Berlin wohl zu kompliziert. So just dream about it und drängele einfach weiter. Noch funktionieren meine Ellbogen.

PS. Die nächste Bahn kommt meistens in drei Minuten, aber … Neues Los, neues Glück?

Demut…

In Schweden sind diese Bilder nichts Besonderes. Die Defibrillatoren sind so gut wie überall – intakt – vorhanden. Und sie dürfen dort hängen bleiben, werden nicht geklaut oder  „Just for fun“ zerstört. Nachdem mein Herz beschlossen hatte, einfach aufhören zu schlagen, wurde ich von einem solchen Gerät – das dort unzerstört hängen durfte – und von wunderbaren Menschen ins Leben zurückgeholt. Jetzt gehe ich mit Andacht und tiefer Dankbarkeit an diesen Geräten vorbei. Der Gedanke daran, wie nah mein Gehirn an einer totalen Zerstörung war, und dass man mein Herz nach 12 Minuten davon überzeugen konnte, doch etwas weiterzuschlagen – das berührt mich zutiefst und macht mich demütig, weil ich weiterleben durfte.

Hier bei uns muss man leider lange nach einem solchen Gerät suchen – hier hätte mein Leben ein endgültiges Ende gehabt..

Ach Tegel, ach Tegel…

Wir alle hier in Berlin lieben und hassen den Flughafen Tegel und wissen, dass sogar der Flughafen in Burkina Faso – sorry, ich behaupte das nur einfach so, wahrscheinlich ist er tausend Mal besser als Tegel – Tegel vor Scham in den Boden versinken lässt. Okay, sollte ja schon vor langer Zeit geschlossen sein und nur weil die Berliner es nicht schaffen einen neuen Flughafen (unter anderem..)  zu bauen, verrottet der Flughafen bei vollem Betrieb so still vor sich hin. Eine Reise von dort zu starten – oder nach Hause zu kommen und den Koffer in einem kleinen Raum, in den gleichzeitig 3 Flugzeugfüllungen von Menschen und Koffern zusammengequetscht werden – ist immer wieder ein Abenteuer.

Ich hatte verpasst, dass die Herbstferien anfangen und wollte eigentlich nur nach Stockholm fliegen. Am Flughafen werde ich von einer Masse gestressten und nicht sehr freundlichen Menschen fast überrollt. In dem schmalen, tristen, vergammelten, heruntergekommenen Gang von Terminal A zu C herrscht Hektik pur und Mitten in dieser Hektik steht auf einem kleinen, wackeligen Hocker ein älterer Arbeiter und bürstet ganz sachte und vorsichtig die Längskante mit einer Bürste, die so aussieht als hätte er seine Zahnbürste zur Arbeit mitgenommen. Ich muss kurz stoppen und lachen aber diese Situation ist einfach zu absurd. In diesem vor sich hin bröckelnden, heruntergekommenen Flughafen steht er dort und bürstet so vorsichtig vor sich hin. Als ich nach einer Woche zurückkam war er nicht mehr da – Projekt aufgegeben? Aber ich begebe mich gleich weiterhin in den Kampf – habe gelernt, wozu man auch Ellbogen benutzen kann..

Bild Sophie Herken

Als das Meer verstummte..

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Hatte endlich meinen so ersehnten Urlaub (darf man als Rentnerin überhaupt Urlaub haben? Man hat doch immer Urlaub  – denken viele.. HA! Weit gefehlt!) auf Mallorca. Das Hotel lag genau am Strand (keine vierspurige Autobahn zwischen uns und dem Meer..) und das Zimmer war „mit Meeresblick“. Mal muss Frau auch Glück haben, und nicht das Zimmer zum Parkplatz bekommen.. Schon der Gedanke daran, dass ich zu dem sanften Wellenschlag einschlafen dürfte, machte mich glücklich. Zeit ins Bett zu gehen – die Hörgeräte raus – und sank sanft in die so herrlich gestärkte Hotelwäsche und das wunderbare weiche Kissen nieder, Balkontür weit offen und NUN – NUN wollte ich endlich Meeresgeräusche genießen. Und was war? Todesstille! Machte zum ersten Mal eine weitere bittere Erfahrung: Ohne Hörgeräte = kein sanfter Wellenschlag…. War wie in einem Film, in dem man vergessen hat, den Ton anzumachen. Wellenschlag nach Wellenschlag und alles ganz, ganz still…

 

 

Auf der Zug-Toilette KEINEN Sex haben wollen

Früher stand es ja auf jedem Bucket List, im Flugzeug/Zug-WC Sex zu haben. Ich habe es wohl nicht so ganz nachvollziehen können – aber ich habe es ja auch verpasst und kann mich wohl dazu nicht äußern. Ich finde, dass diese kleinen, elenden, stinkenden Klos meistens ziemlich ekelig sind. Aber ich bin vielleicht auch etwas pingelig. Okay, in meinem Alter ist Sex im Zug-Klo auch keine Option, aber ich hatte andere rentnerangepasste Abenteuer dort.

War mal endlich wieder mit dem Flugzeug unterwegs und mit den vielen, elenden Maläsen, die ich mir angesammelt habe,  muss ich beim Flug unbedingt Stützstrümpfe tragen – ganz furchtbar lange solche, nicht solche kleine Bagatelle wie Kniestrümpfe- nee, bis ganz, ganz oben. Die klugen Götter in Weiß haben mich ermahnt, diese NIEMALS zu vergessen – wenn ich den Flug überleben möchte. Naja, und das möchte ich ja doch..  Und damit man diese Häßlichkeiten nicht sehen sollte, zog ich eine lange Hose darüber. EINE TOTAL FALSCHE ENTSCHEIDUNG!

Wieder auf Mutter Erde gelandet, saß ich dann einige Stunden in einem österreichischen Zug und es juckte und juckte und am Ende dachte ich, nee, Schluss damit, hält kein Mensch aus und ging auf die Toilette. Zirka 1 (ein) Quadratmeter groß, inklusive Klositz und Waschbecken. Es fehlte nur eine Liane mit der ich mich durch die Lüfte hätte schwingen können. Dort stand ich jetzt auf einem Bein balancierend (was in meinem Alter auch so eine Glanzleistung ist..)  und versuchte erst aus dem einen Hosenbein zu kommen. In den Bergen geht es nach rechts und links und dementsprechend wackelte die Angelegenheit. Aus dem einen Hosenbein raus hieß es jetzt, bloß nicht das Hosenbein auf den Boden fallen lassen – der sah auch nicht so verlockend aus, genau so wenig wie der Klodeckel auf dem ich mich nicht setzen wollte. Bin doch etwas pingelig.. Endlich war ich aus dem Hosenbein raus, jetzt  ran an den Strumpf. Und meine Leidensgenossen und Genossinnen wissen, dass diese wie angesaugt und angegossen sitzen und höchst ungerne ihr Bein loslassen. An Bein ausstrecken war nicht zu denken, gleichzeitig das Hosenbein sichern, ziehen und PLOPP war der Strumpf doch irgendwann mal locker. Jetzt die gleiche Prozedur auf der anderen Seite!

Schweißgebadet verließ eine glückliche und stützstrumpfbefreite Rentnerin die Zugtoilette… Das nächste Mal ziehe ich einen Rock an und versuche die Sache diskret unter dem Tisch zu erledigen..

Bild mathiasener/fotolia

Nicht mein Tag heute..

Versuche mein Postbank Online-Banking aufzumachen und verdammt noch mal, sie haben alles geändert und verlangen nach einer Bank-ID! Was ist denn nun eine Bank-ID?? Ich rufe dort an und nur weil ich auch ein Businesskonto habe (Tja, was ich nicht alles habe! Die anderen Sterblichen dürfen bis Montag warten..) darf ich überhaupt mit einem lebenden Menschen dort sprechen und höre, dass man „mir schon mehrere Mitteilungen hierüber geschickt habe“ und ich habe sie natürlich nicht gelesen und nun habe ich den Salat. Selber schuld! Nun beantrage in Windeseile ich eine Bank-ID und laut dem freundlichen Herrn, mit einem herrlichen Sachsendialekt, könnte ich diese vielleeeiiicht in einer Woche bekommen! EINE WOCHE! Ich muss demnächst einige „Transaktionen“ (das hört sich mehr an als es ist, aber ich möchte auch mal etwas angeben) u.a. muss ich meine Steuern zahlen. Und man stelle sich vor – als Rettung darf man noch bei der Post antichambrieren und gegen eine Wegelagerer Gebühr das Geld mit der altmodischen Überweisung tätigen. Ob das alles klappt…

Ist nicht mein Tag heute! Und morgen? Bei der Post anstehen… Siehe das Bild oben von dem täglichen Wahnsinn eines Postamtes in Berlin…

Ommsen und Handys

Mein Volumen in meinem Handy war irgendwie alle – irgendwie so wird es wohl  wie Volumen genannt. Man kriegt eine Mittteilung, „dass Du zu viele…bla-bla-bla benutzt hast“ und „dass jetzt Extrakosten entstehen“. Also ganz mutig zu Telekom rein, um die Angelegenheit mal durchzudiskutieren. (Mann, bin ich blöd, weil ich glaube, dass ich das stemme! Obwohl ich wirklich nicht ganz computer-blöd bin..) Der junge Mann schaut mich an als wäre ich das 8 Weltwunder „Sie haben ja nur 1 weiß-ich-was!! Alle Menschen haben heute mindestens 4!!“. Ok, dachte ich, lass uns up-daten! Schwupps wird in den Tasten gehämmert und dann liegt ein Papier auf dem Tresen, in dem steht, dass ich meinen Vertrag um 24 Monate verlängere. Jetzt höre ich sämtliche Alarmglocken wie bekloppt läuten – GEFÄHRLICH! WAS UNTERSCHREIBST DU DA?? Ich mache mindestens drei Ansätze – Konzentration jetzt Cecilia!! – und bitte um eine Erklärung und er wird immer ungemütlicher im Ton und als ich ihm verkünde dass „Nee, die Omma unterschreibt nix, bitte alles rückgängig machen“ war er glaube ich kurz davor mich zu erwürgen. Und als ich fröhlich hinausging und sagte „ich komme wieder!“ (nachdem ich meinen geduldigen und wissenden Schwiegersohn konsultiert habe) hörte ich nur ein leises Murmeln und es war sicherlich nicht „Aber gerne..“