Berlin – die Stadt der Treppen

Wenn Du in Berlin wohnst musst Du eine eiserne Kondition in den Beinen haben. D.h. wenn Du die Öffentlichen nutzt. Diese Stadt ist nicht nur die Stadt der Brücken – hast Du wohl gedacht, dass das Venedig ist? FALSCH! – sondern auch der Treppen. Selbst nutze ich nur die Öffentlichen und am liebsten habe ich die U-Bahn. Sie ist pünktlich, funktioniert (was in dieser Stadt alles anders als selbstverständlich ist..)  und wenn die Berlinkälte im Winter so richtig ekelig in die Knochen hineinkriecht, warm. Aber auch weil die Chefin dieses riesigen Unternehmens eine FRAU ist! Und stellt Euch mal vor – sie, Sigrid Nikutta, hat außerdem FÜNF Kinder! Pah! Und was ist denn damit so merkwürdig? Doch Sensation in diesem Land, in dem die Frauen meistens brav zu Hause sitzen und mit fester Hand die Karriereleiter ihrer Männer halten und höchstens halbtags arbeiten. Dass ihr Mann außerdem ein Hausmann ist, das ist doch irgendwie nicht in Ordnung, oder? Ist das wirklich ein richtiger Kerl? Also ein Hausmann im Heiligen Land der Hausfrauen. Ich mag sie sehr, sie sieht so schön frech aus. Bravo Sigrid Nikutta!

Aber ich wollte doch von den Treppen erzählen. Hier gilt Treppe rauf, Treppe runter und wenn es mal eine Rolltreppe gibt und man überglücklich bei dem Anblick ist und wenn sie sogar funktioniert und die kreativen jungen Männer sie nicht gerade sabotiert haben, ja dann genießt es die schwedische Rentnerin..

Manchmal gibt es auch Fahrstühle – Fahrstühle die funktionieren, wenn nicht die kreativen jungen Männer sie auch sabotiert haben. Ja dann stehst Du da mit dem Kinderwagen oder mit dem Rollstuhl. Hast Du eben schlecht Karten – noch eine Station fahren und dort Dein Glück versuchen!

 

Nachdem man ein kleines Herzproblem bei der schwedischen Rentnerin festgestellt hat merke ich dass die Treppen irgendwie so unendlich lang geworden sind. Ich freue mich über das Geländer – wenn es frei ist, wir sind mehr von meiner Sorte hier in Berlin – und ziehe mich keuchend hoch.

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