Berliner U-Bahn

So sieht es bei uns in Berlin aus. Die U-Bahn kommt (wenn man Glück hat..). Rappeldickevoll drinnen, rappeldickevoll draußen und die, die sich auskennen wissen, dass  der Fahrer aller höchstens fünf Sekunden für den Aufenthalt einplant. Er schließt die Türen unbarmherzig,  egal ob Du gerade dazwischen, draußen oder drinnen bist. Was zählt sind die sportlichen fünf Sekunden.  Und es tut weh, wenn sie zuknallen… Autsch!  Es hilft nicht, dass die Lautsprecher brüllen:  Z-U-R-Ü-C-K-B-L-E-I-B-E-N! Die Idee, ein Auge in den Rückspiegel zu werfen – vergiss es. Könnte ja als Service ausgelegt werden, und das ist in Berlin strengstens VERBOTEN!  PÄNG sind die Türen dann zu. Wenn ich eine Gruppe allerliebster kleinen Menschen in quietschgelben Westen – in einer perfekten 2-er-Reihe –Hand an Hand –  sehe, bekomme ich Schweißausbrüche vor Angst, dass die Hälfte dieser kleinen entzückenden Wesen – wie Hänsel und Gretel im Wald – auf dem Bahnsteig übrig bleibt und ein U-Bahn-Trauma bekommt..

Jedenfalls die Tür geht nun auf und die Masse möchte gerne nach draußen quellen aber es geht leider nicht – davor steht eine Betonwand aus Menschen. Direkt davor, und sie weichen nicht einen Millimeter zur Seite. NEE, wo kommen wir dahin?! Und was lernen wir daraus? Chaos, Stress Gedränge, WEG DA!!. Wie wäre es mit entweder einfach zur Seite gehen und erst die Leute aussteigen lassen oder einfach rechts einsteigen und rechts aussteigen? Aber das ist für Berlin wohl zu kompliziert. So just dream about it und drängele einfach weiter. Noch funktionieren meine Ellbogen.

PS. Die nächste Bahn kommt meistens in drei Minuten, aber … Neues Los, neues Glück?

8 Gedanken zu „Berliner U-Bahn

  1. Gabi

    Liebe Cecilia
    da wo ich wohne gibt es weit und breit keine U-Bahn, die nächste ist ca. 300 km weg. Komme ich manchmal in die große weite Welt gruselt mich vor der Ubahn. Ich bin nicht gerne unter der Erde und die Menschenmassen die hetzen drängeln und schubsen machen mich fertig. Da gehe ich zu Fuß soweit es möglich ist oder leiste mir ein Taxi. Natürlich ist das im Alltag nicht möglich.
    Da bin ich froh, daß ich am Land wohne. Liebe Grüße Gabi

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Liebe Gabi, ich beneide Dich!! Manchmal ist mir Berlin einfach zu viel oder wie man heute sagt – too much.. Ich glaube, ich könnte mir jetzt auch ein Restleben woanders vorstellen.. Mal sehen..

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ach Katrin – mit vereinten Kräften schon! Ich würde mich für Dich vor der Bahn kurz legen damit sie sich alle besinnen..

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  2. Gudrun Lochte

    Liebe Cecilia,
    Ja, das hört sich echt gruselig an. Ich lebe auf dem Lande und bin wieder zur Busfahrerin geworden. Ich fahre bis zum Stadtrand mit dem Auto und nehme dann den Bus. Diese Haltestelle ist zum Glück nie voll, aber im Bus zu den Stosszeiten, da kann man schon was erleben. Halleluja! Aber was soll’s. Wenn Nettigkeit nicht hilft, dann habe ich ja noch Ellenbogen.
    Dir eine schöne Zeit.
    Gudrun

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ja liebe Gudrun – Berlin ist nichts für Weicheier und Sensibelchen.. Manchmal denke ich auch darüber nach, ob ich wirklich hier bis zur bitteren Neige bleibe.. Ist mir einfach manchmal – leider oft – zu laut, zu voll, zu aggressiv. Aber wenn ich da auf dem Land sitze – was ich noch nie getan habe – werde ich vielleicht verrückt??

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      1. Gudrun Loche

        Liebe Cecilia,
        ja, das ist gewöhnungsbedürftig. Hat lange bei mir gedauert. Aber jetzt, nach 43 Jahren, ist das für mich kein Problem mehr. Durch das Auto bin ich ja mobil, wann immer ich will. Ich könnte sogar von unserem Dorf aus jede Stunde mit dem Bus in die Stadt fahren. Aber ob ich das noch so toll finde, wenn ich mal kein Auto mehr fahren kann? Kommt Zeit kommt Rat.

        Liebe Grüße

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