Designabenteuer Nummer 2

Jetzt gehe ich davon aus, dass ich eine Frau bin und auf die Toilette gehen muss. Einige Klos sind wirklich nicht so heimelig, dass ich mich darauf setzen möchte und mache deshalb akrobatische Übungen, um dem zu entgehen und die Klobrille passabel zu hinterlassen. Jetzt akrobatisiere ich dort, um den Hals hängt die Handtasche, den Mantel muss ich auch festhalten und jetzt, jetzt brauche ich das Klopapier! In dieser Riesenrolle gibt es kein Anfang und kein Ende – wie es im Leben so manchmal ist – und ich scharre und fummele nach dem Anfang. Die Beine zittern schon von Milchsäure und ENDLICH gelingt es mir, ein Stückchen zu ergattern. Aber wie bei der Tesafilmrolle – zack!- ist es wieder abgerissen.

Ich fummele noch vorsichtiger und es gelingt mir ein längeres Stück zu ergattern, aber da die hauchdünnen Klopapiere nicht mehr perforiert sind, habe ich ein ca. 15 cm langes und 2 cm breites Stück in der Hand. Herr Gott noch mal, warum perforiert man das hauchdünne Papier nicht mehr? Ich schwöre 100 Jahre Unheil über die Erfinder dieser Megarollen mit dem hauchdünnen Papier. Früher war das Klopapier in Berlin eher Marke Holzstück – jetzt genau anders herum. Diese Megarollen sollte abgeschafft werden –meine armen Rentnerbeine packen das nicht mehr!

2 Gedanken zu „Designabenteuer Nummer 2

  1. Anne Herter

    Oh Cecilia, oft schon hab ich das erlebt. Ein Tipp für die Zukunft, lege dir das Klopapier schon vorher zurecht. Es ist die einzige Möglichkeit einigermaßen unbeschadet aus diesen Klos wieder rauszukommen.

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ja aber manchmal ist es soooo eilig…Aber wenn ich kann, tue ich das und dennoch ist es ein ewiges Gefummel in der Megarolle..

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