Habe Schnauze voll – Toleranzkonto auf Null gefahren!

appelblomSorry, aber jetzt habe sogar ich irgendwie die Schnauze von den zerstörenden, müllproduzierenden Nachbarn und Mitmenschen satt. Wir hier im Kiez sind eine kleine Truppe, die aufräumen, bepflanzen, kümmern und unser Herzblut reingeben. Aber jetzt kommt das Unsägliche – ich werde politisch inkorrekt! Iss mir aber wurscht!!

Bei einigen Nachbarn, die aus anderen Ländern mal gestammt haben könnten (Konjunktiv..), scheint es verbrieft zu sein, dass man Müll einfach fallen lässt, dass man weniger achtsam ist und keinen Respekt zeigt (obwohl dieser von uns eingefordert wird..), als gäbe es hier einen never ending Pott Geld (Das Mantra vom Grünflächenamt:“ Kein Geld, kein Personal.., Kein Geld, kein Personal..,“) Die Umgebung der Sitzbänke am Spielplatz sieht aus, als wäre der Müllcontainer kurz implodiert (10 Meter weiter sind mehrere noch leere Abfallbehälter), die liebevoll gepflanzten Blumen werden entweder für Zuhause mitgenommen (toll, wir haben wohl den Geschmack der Anwohner getroffen) oder einfach rausgerissen und zertreten (oh sorry, haben wohl den Geschmack der Anwohner nicht getroffen), oder einfach mal so abgeknickt, die Plastikostereier, die an den Forsythien hingen, wurden auf dem Boden mal so zertreten (vielleicht war man mit unserem Osterfest nicht d´accord? Ist ja auch nicht nett von uns..), die Umgebung der Sitzbänke ist mit Sonnenblumenkernenschalen so übersäht, dass ich manchmal denke, es hätte geschneit, die vollen, zwar zusammengerollten  aber dennoch kackgefüllten, Windeln werden in der Sandkiste einfach liegen gelassen (10 Meter weiter mehrere leere Abfallbehälter).

vitablommorOkay, okay, ich erwarte jetzt den Shit-Storm der Entrüstung! Wie kann ich es wagen zu behaupten, dass es  die Nachbarn sind, die vielleicht mal aus anderen Ländern gestammt haben könnten? Ha – erstmals bin ich selbst Migrantin, also nehme ich mir das Recht dazu und nun ja, ich bin zwar alt aber noch nicht blind und taub. Und wenn ich jemanden erwische und höflich um Achtsamkeit bitte – hoho, was ich dann zu hören bekomme, das sage ich nicht.. Hab meinen Enkelkindern gesagt, dass man sowas nicht sagen darf.. Hab´s nur einfach sooooo satt und jetzt möchte ich auch RESPEKT bekommen… Ich sage wie meine geliebte Astrid Lindgren „wiesu tut sie su?“.. Und ich füge jetzt nur schöne Bilder bei – aus Rache.. wenigstens die kann man uns nicht zerstören..

 

 

11 Gedanken zu „Habe Schnauze voll – Toleranzkonto auf Null gefahren!

  1. Dominique Hensel

    Liebe Cecilia, gib nicht auf! Sei sauer und schimpfe aber gib nicht auf. Die Kharma-Punkte sind Dir in jedem Fall sicher. Echt! Und ich, das versichere ich (als quasi-Migarntin), hebe immer alles auf. Und denke dabei an Dich 😉 Liebe Grüße!

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Meinst Du wirklich, ich habe genug Kharmapunkte? Mit meinem Beitrag habe ich sicherlich die Hälfte eingebüßt..

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  2. H. Elstermann

    Hallo Frau Stickler,

    ich finde es gut, was Sie schreiben. Die Probleme, die sie ansprechen, sind real und jeder, der unsere Parks und Grünflächen besucht, weiß wovon sie reden.

    Das nun der Shitstorm aufzieht, das kann man schon fühlen. Denn sie haben den Fehler gemacht, Menschen mit Migrationshintergrund oder Ausländer für dieses Verhalten verantwortlich zu machen.
    Das liest sich dann immer schnell und einfach so, als sei das Fremdsein Grund für dieses Verhalten.

    Ist es aber nicht! – der Grund ist, folgender: Diese Leute sind asozial.

    Warum das so ist, das lässt sich nicht anhand eines einzelnen Grundes festmachen.
    So kann es Gründe in den Menschen selber geben, in den Umständen in denen sie leben, den Mitmenschen etc. etc.
    Aber ich bin mir sicher, dass, wenn diese Menschen sich weniger asozial in der Öffentlichkeit gäben, manche Ausgrenzung und manche Verweigerung ihnen gegenüber weniger gravierend ausfiele.
    Ein soziales Netz setzt, meiner Meinung nach, eben auch ein soziales Verhalten voraus.

    Ich bin überzeugt, dass Sie das alles wissen und genauso sehen – aber leider haben Sie nunmal den Fehler gemacht, „Nachbarn, die aus anderen Ländern mal gestammt haben könnten“ anzusprechen. Damit ist meist jede Diskussion per se tot.
    Es dreht sich dann schnell um anderes, als dreckige Parks und zertretene Blumen.

    Das ist schade, weil ich mir wünschen würde, dass wenn man die Missstände so offen anspricht und Unterstützung darin erhält. Dass es eben nicht cool ist, berlin-typisch tolerant zu sein, wenn ein paar wenige es allen anderen mit ihrem Verhalten verdrießen.
    Das es nicht ok, akzeptabel oder selbstschuld ist, Beschimpfungen zu ernten, wenn man auf Missverhalten aufmerksam macht.

    Und mal ganz unter uns, sie müssen sich nicht rechtfertigen damit, selbst Migrantin zu sein. Sind sie nicht das beste Beispiel dafür, dass es nicht an anderen Kulturen liegt, sondern einfach am Asozial sein?
    Daran liegt es eigentlich!

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Aber es ist doch so.. warum soll ich das nicht sagen? Ich meine aber nicht dass alle asozial sind wie Sie sagen und ja, ich weiss, es gibt solche und solche die asozial sind und ich bin keine Pegida-Anhänger, keine AfD-Wählerin (darf ja sowieso kaum wählen..) aber ich habe Augen im Kopf und kann noch SEHEN!! Und wieso soll die Diskussion mit meiner Nennung der „Täter“ tot sein? Bin einfach stinksauer!

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Nein lieber Andrei, bin keine Kinderhasserin – es ist generationsübergreifend.. leider..

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  3. Nora

    Warum solltest du das Kind nicht beim Namen nennen? Asoziales Verhalten ist nicht hinzunehmen, egal von welcher Nationalität.

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ach Nora, Du weißt doch – „pfui baba, sowas darf man nicht sagen“. Aber denken darf man es doch.. und da meine Frust zur Zeit so groß ist schreibe ich es doch..

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  4. Maike Janssen

    Liebe Cecilia, ich hoffe, genau wie Dominique, dass Sie nicht aufgeben – auch wenn der gewünschte Effekt nicht oder nur kurz zu spüren ist. Ich habe selbst im März in meiner Nachbarschaft in Pankow eine Putzaktion initiiert und empfand die unterstützenden, lobenden Kommentare der Mitstreiter*innen und Vorbeigehenden als Bestätigung dafür, dass solche Putz- oder Aufräum- und Pflanzaktionen NICHT sinnlos sind und der Müll nicht nur mir störend ins Auge fällt.
    Maike Janssen

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Danke Maike für Aufmunterung. Ja, es gibt ganz seltene Exemplare, die ein „Danke schön“ hauchen aber die meisten starren mich an, als wäre ich völlig verstrahlt.. Und da ich von den geduldigen Spezies bin mache ich noch weiter so lange wie ich mich bücken kann – vielleicht.. oder ich schmeiße hin und siehe da – keiner merkt´s… Du merkst – Frust voll..

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  5. H. Elstermann

    Hallo Frau Stickler,

    nochmal, ich bin total auf Ihrer Seite, und finde aus auch müßig, dass sobald man Ausländer/Türke/Migrant oder was auch immer sagt, die Diskussion vom Thema weg fällt und sich nur um das „Darf man das sagen?“ dreht.

    Ich wollte sie in der Annahme, dass der Shitstorm aufzieht, bestätigen.

    Aber auch die Seite, die sich eben genau auf dieses „Darf man das sagen“ beruft, hat ja insoweit recht, dass es nicht auf die Herkunft ankommt.
    Genau wie Nora sagt: „Warum solltest du das Kind nicht beim Namen nennen? Asoziales Verhalten ist nicht hinzunehmen, egal von welcher Nationalität.“
    Die Nationalität gibt den Argumenten, die sie nennen, nicht mehr Gewicht – sondern öffnet nur Tür und Tor vom Thema abzulenken. Das war meine Sorge dabei.

    Insofern nochmal: Gut, dass sie das Problem des Vandalismus und der Verschmutzung ansprechen! Nervt nämlich extrem.

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