Mein Papiermüll im Krankenhaus..

Gestern war ich auf dem Weg, meinen Papiermüll zu entsorgen und hatte ihn in so eine Plastik-stoff Tasche gesteckt, die jeder umweltverantwortlicher Mensch jetzt bei sich führt. (Denk an den kleinen Eisbären..). Die Tasche hängte ich über den Lenker (tue das bloß nicht!!). Ich konnte zwei Umdrehungen machen und dann war Totalstopp – aber sowas von Totalstopp – und die Rentnerin flog über den Lenker auf den Boden. Hoho! Und warum landet man immer auf den Kopf? Ist es wie mit dem Marmeladebrote, der immer mit der Marmeladenseite auf den Boden landet? Blutete wie ein kleines Schweinchen und zwei freundliche Männer hielten an, schlossen Fahrrad an, holten den Krankenwagen und wünschten mir alles Gute. Die Kinder die auf dem Schulweg waren freuten sich über eine Abwechslung. Und auf dem Boden saß die Rentnerin und murmelte „Scheisse, Scheisse, Scheisse.. (ich weiß, liebe 130 cm, es ist ein verbotenes Wort..).“. Jedenfalls Krankenwagen kam und die Rentnerin mitsamt ihrem Papiermüll wurde verstaut. Es ging dann in die Notaufnahme, in die Röntgenabteilung  um dann in der Abteilung zu landen. Der Müll und ich… Man wollte mich über Nacht dort behalten, „man weiß ja nie“ und nun lag ich mit meinem Papiermüll dort und dachte über das Leben nach. Am Morgen entschloss ich, mich zu entlassen, die Schwestern schauten verwundert als die Rentnerin mit ihrem Papiermüll abmarschierte, nahm ein Taxi und fuhr nach Hause und hielt an dem Papiercontainer an, wo ich von meinen Reisebegleitern Abschied nehmen konnte. Ein Glück, dass es nicht normaler stinkender Müll war…

ps. die blühende rote Kastanie vor dem Fenster des Krankenzimmer hat mich fast entschädigt.. zauberhaft..

8 Gedanken zu „Mein Papiermüll im Krankenhaus..

  1. Gabi

    Nur gut, daß nicht mehr passiert ist. Es reicht das ja schon. Und nie mehr an die Fahrradstange was hängen nur hinten oder vorne im Körberl. Lg. Gabi

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Danke Dir Gabi, geb mir Mühe und mache noch einen Bogen um das Rad – schaue es noch argwöhnisch an.. obwohl ich die Doofe war..

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  2. Marie

    Oh, nein!Keine schöne Nachricht. Alles Gute und trotz allem weiter viel Freude beim Rad fahren. Vielleicht in Zukunft besser mit Helm. Nach einem glimpflichen Sturz vom Rad habe ich es mir angewöhnt,obwohl ich mich sehr unansehnlich fühle…
    Das Traubenhyazinten-Bild ist sehr schön mit dem farblich passenden Geländer!

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Danke für Deine Wünsche – ich umrunde das Rad mit argwöhnischen Blicken – obwohl ich ja daran Schuld war und normalerweise benutze ich einen Helm aber wenn ich nur von der U-Bahn aus reiner Faulheit mit dem Rad in die Wohnung fahre eben nicht aber das wird sich ändern! Ja, Frau sieht furchtbar aus mit dem Helm und sollte man vorher eine „Friese“ gehabt haben, dann ist sie perdue. Oh ja, ich habe meine kleinen Hyazinthen geliebt, jetzt sind sie ausgeblüht..

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  3. Heidi Schiemann

    Mein Gott Cecilia, du machst Sachen. Da hast ja wirklich noch Glück gehabt, wenn man so überhaupt sagen darf. Mir ist sowas mal mit einem langen Rock und Fahrrad, wie blöd muß man sein. Der Rock hat sich so eingedrallert und ich la unter meinem Fahrrad und konnte mich nicht mehr bewegen. Ich wurde kopfschüttelnd und unverletzt aus meiner Lage befreit. Ich war da noch sehr jung sozusagen hippimäßig und gedankenlos unterwegs .
    Ich bitte dich Cecilia, pass auf dich auf und entwickle kein symbiotisches Verhältnis zu deinem oder anderer Menschen Müll. Ich wünsche dir gute Besserung und hoffe dich bald wiederzusehen. Heidi

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ach ich glaube ich kenne eine Frau, die manchmal sich auch mal so ohne Rad hinlegt :-)) Ach Heide, wir alten Weiber.. Ja habe heute einen schönen Chardonnay gekauft. Lust darauf?

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