Sommerphobie?

baaten ny

Eigentlich sollte ich genießen und mich gleichzeitig schämen. Bitte zutreffendes ankreuzen.. Habe mich so sehr nach dem Sommer gesehnt.  Nie schien mir der Winter so elend lang, grau und triste wie in diesem Jahr. Aber vielleicht iss´es so wenn man älter wird. Jetzt ist der Sommer da, die Linden berauschen mich mit ihrem Duft und dennoch spüre ich sowas wie Wehmut. Nächstes Wochenende ist Mittsommer (bei uns Schweden DAS EREIGNIS (nach Weihnachten) des Jahres) und die Tage werden danach kürzer! STOP!! Halt an, will nicht, darf nicht sein. Ich habe das Gefühl, ich kann den Sommer nicht greifen, er verläuft zwischen meinen Fingern. Viel zu schnell.. Habe kein sonnengewärmtes Vortreppchen auf dem ich morgens in der Sonne sitzen kann um meinen Kaffee zu genießen. Sommer ist für mich nicht, mich in einem Freibad mit tausenden von Berlinern zu drängeln, auf Asphalt zu laufen – egal wie hip der Asphalt sein mag. Möchte morgens mein Sonnenvortreppchen mit der Tasse Kaffee haben, hören wie die Wellen gegen die Klippen gluckern, den Duft von Pferd und Kuh einatmen, sehen wie die Schwalben fliegen. Nee, nu ises jut gute Frau, reißen Sie sich zusammen… Ich glaube, man nennt das Jammern auf hohen Niveau? Oder einfach Heimweh?

2 Gedanken zu „Sommerphobie?

  1. Dominique Hensel

    Ach ja, ich will das mit dem Sonnenvortreppchen, dem Kaffee, den Schwalben und dem Wellengeplätscher auch (auf den Geruchsanteil kann ich zur Not verzichten). Sofort! Dabei bin ich nur aus Brandenburg … Zu meinem Heimwehgefühl gehören noch grüne-Gurken-Brote mit wenig Salz, Gras unter den nackten Füßen und so ein Gartenschlauch mit Löchern oben drin, aus dem es sommerregnet.

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