Träume – damals und heute

Donut

Wovon habe ich geträumt als ich jung war? Jetzt ist aber Fremdschämen angesagt! Als Teenager habe ich im Kino bei „Sissi, die junge Kaiserin“ gesessen und Rotz und Wasser geheult und davon geträumt, eines Tages in Schönbrunn einen Walzer tanzen zu dürfen.

Ich kam als junge Frau auch später dann nach Schönbrunn, aber mein damaliger Mann – ein „Produkt“ der 68-er Studentrevolution i Berlin –  hätte sich lieber die Beine abgehackt als in dieser kapitalistisch und royalistisch verseuchten Hochburg Walzer zu tanzen. Außerdem konnte er gar nicht Walzer tanzen.. Ätsch!

Wal

Und wovon träume ich heute mit 72? Och, bin da ziemlich bescheiden geworden finde ich, keine große Reisen oder Sachen „to-do“. Nein, mein einziger Traum/Wunsch ist, dass meine Kinder und Enkelkinder gesund und glücklich sein können. Und für mich träume ich  – wenn es dann soweit ist – von einem ganz schnellen Tod und, dass ich nicht irgendwo hinsiechen muss bis endlich ausgesiecht ist.. Zu viel verlangt? Na, wir werden es ja sehen. Aber wie gesagt, erstmals bitte die Sache mit den Kindern und Enkelkindern arrangieren – noch werde ich nicht abdanken!

Bilder: Sophie Herken

10 Gedanken zu „Träume – damals und heute

  1. Sonja

    Hmmmmmmm…….. also ich bin da nicht so genügsam. Ich hab schon noch Träume. Ich will einfach noch viel Neues ausprobieren, will immer noch „erste Male“ erleben. Im Moment überlege ich, ob ich nicht noch einmal umsattle und eine Frühstückspension eröffne……. Als ich jung war? Da konnte mir die Welt nicht wild genug sein. Ich wollte weit hinaus! Viel Reisen. Die Welt retten. Heute mache ich Dinge, die mir damals zu bieder waren. Etwa meine eigenen Nahrungsmittel herstellen, sprich einen großen Garten pflegen. Ich liebe es in der Erde zu wühlen…. damit angefangen habe ich übrigens erst vor 4 Jahren.

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ja Sonja, dass Du ein sehr mutiger Mensch bist habe ich in Deinem Buch verstanden. Ich bin eben ein bisschen langweilig und bescheiden. In der Erde wühle ich auch gerne – nur in den Blumenkästen ist es nicht so prickelnd und ehrlich, habe keinen grünen Daumen.. Du siehst, Hopfen und Malz verloren..

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          1. Sonja

            ich war immer irgendwie hin und her geworfen. ich mochte pippi, aber ich mochte auch annika. ich denke im prinzip steckt in jeder von uns ein stück pipi und ein stück annika. nur pipi ist anstrengend. nur annika langweilig. wenn ich mir dein portrait bei vielfalten ansehe, dann seh ich da auch eine pipi 🙂

          2. Cecilia Stickler Beitragsautor

            Oh das freut mich, dass vielleicht auch etwas Pippi in mir ist.. Wollte eigentlich immer frech und wild sein, nie angepasst..

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