Wahlplakate, die Polizei und ich Teil II

 

Zwei Wahlplakate waren runtergerutscht, das eine war schon ganz abgefallen und da ich die „Mülltante von Vinetaplatz“ bin dachte ich, dass das runtergerutschte und vollgepinkelte – die Hunde mochten es – Plakat und das was schon den Geist aufgegeben hatte,  entsorgt werden konnten.

Ich war gerade dabei und sehe und höre nicht zwei ältere Polizei-Djangos, die breitbeinig, wie Clint Eastwoold mal, ihr Auto verlassen und zu der Rentnerin heranschaukeln. Mächtige (ist man Polizist so ist man Polizist..) Stimme: „Was machen Sie da??“. Ich freundlich „Oh, die Plakate waren runter- und abgefallen und ich räume sie weg“. Es folgt ein langer Vortrag dass dies SACHBESCHÄDIGUNG UND STRAFBAR ist und dass ich SOOOFORT die Plakate wieder  ranmachen sollte.

Ich sage aber, meine Güte, die Plakate waren doch schon unten, sehen schrecklich aus, sind vollgepinkelt und außerdem habe ich keine solchen Plastikbänder, die den nächsten Atomkrieg überleben. Ich drapiere sie flott um die Laterne und verspreche, mit den beiden Parteien Kontakt aufzunehmen und den (unfassbaren) Schaden zu melden und erhoffe mir ein absolvo te…

Dann schaukeln die Djangos wieder zu ihrem Auto und denken wahrscheinlich „Wow, die Alte made our day“. Ich dachte immer, dass in Berlin zu viel Kriminalität herrscht und dass die Polizei hoffnungslos unterbesetzt ist, aber wenn sie nichts besser zu tun hat, als eine alte Rentnerin sich vorzuknöpfen, die nur aufräumen möchte, dann besteht doch vielleicht Hoffnung für Berlins Zukunft..

2 Gedanken zu „Wahlplakate, die Polizei und ich Teil II

  1. Heidi Schiemann

    Liebe Cecilia,

    mit solchen Artikeln solltest du direkt an die Presse !
    Unfassbar und viel zu gut geschrieben um“nur“ für deinem blog gelesen zu werden.

    Ein schönes Wochenende!
    LG Heidi

    Antworten

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