Was tut am aller meisten weh?..

 

loloStockAm meisten weh tut es, von dem erwachsene Kind als Mutter disqualifiziert zu werden. Das tut am aller, aller meisten weh.. Es kriecht in die Seele hinein, frisst sich fest und bleibt da einfach wie ein böser, wuchernder Tumor. Habe doch ganz andere Tumore überlebt – aber diesen? Kann es niemals wieder gut sein? Nein, es kann niemals verziehen, niemals verstanden werden. .. Never ever! So viel Zeit haben wir doch nicht mehr. Geliebtes Kind, möge es Dir besser gelingen…

Bild: LoloStock/fotolia

8 Gedanken zu „Was tut am aller meisten weh?..

  1. Elke Schilling

    Ja, das schmerzt ungeheuerlich.
    Für mich hat die Heilung damit begonnen, dass ich zuließ, dass ich losgelassen habe, meine Erwartung bei mir gelassen und versucht habe, anzuerkennen, wie verletzt mein Kind damals war.
    Sie lehrten mich, es ging um dieses: Oh, so war das für dich. Ich sehe jetzt, dass dich das sehr betroffen/tief verletzt/aus dem Lot geschmissen hat. Wie schade, dass ich das damals nicht wahrnehmen konnte.
    Und nachdem ich ein paarmal damit in den Fettnapf gehopst bin, hüte ich mich nun, Parallelen zu kommentieren, die ich in ihrem Verhältnis zu ihren Kindern wahrzunehmen glaube. Ihr Erleben ist ihr Erleben, nicht meines.

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ja, danke Du Kluge -ich habe auch so versucht und hüte mich vor irgendwelchen Äußerungen. Burgfrieden – aber es tut so weh..

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      1. Elke Schilling

        Ja, das dauert. Und es ist Teil von Lernen und Wachsen. Zu lernen, dass Fehlermachen Teil meines Lebens ist und dass ich niemals meinen KIndern böswillig Schaden zufügen wollte und es dennoch geschah. Dass ich nur in der jeweiligen Zeit mit den jeweiligen Voraussetzungen das für mich Leistbare zu tun versuchte, was ich eben für richtig und gut hielt. Was mein Kind als schmerzlich, verletzend, herabwürdigend elebte und wo es ein halbes Leben brauchte, um es – einigermaßen – zu verarbeiten. Nur vom Kopf her konnte ich mir klarmavhen, dass es ein Geschenk von Vertrauen war, dass mein erwachsenes Kind mich mit meinen Fehlern und ihren Folgen konfrontierte. Und es tat sehr weh, mich dem zu stellen und dennoch die Tür offen zu halten.
        Burgfrieden – so empfinde ich es auch. Bin mir meiner Verletztheit und Verletzlichkeit sehr bewusst und schütze mich so gut es geht. Hüte mich, darauf zu vertrauen, dass nun alles erledigt ist. Es sind zwei Kinder und es waren so viele Schleifen.
        Und gleichzeitig bin ich glücklich, dass wir dahin gekommen sind. Achtsam im Kontakt miteinander mit manchmal überraschenden, beglückenden Annäherungen und spürbarem Respekt füreinander. Dafür hat es Jahre gebraucht.

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        1. Cecilia Stickler Beitragsautor

          Im Alter verstehe ich jetzt warum meine Eltern so waren wie sie waren. Mit ihrer verkorksten Vorgeschichte haben sie ihr Bestes getan, mit meiner verkorksten Vorgeschichte habe ich mein Bestes getan und unsere Kinder werden Ihr Bestes tun – trotz ihrer verkorksten Mutter. Aber wenn das Beste eben nicht gut genug war.. Ich arbeite noch daran, dass ich es als Vertrauen betrachten kann, dass ich mit meinen Fehlern konfrontiert werde – wir haben uns nur einmal auseinandergesetzt und danach herrscht Schweigen und Höflichkeit. Das ist auch schwer zu ertragen. Oh ja, ich hüte mich auch zu glauben dass etwas erledigt ist – habe die Aus(Zu?)sage dass es kein Neu-Anfang gibt – und bin glücklich darüber dass die Tür zu den Enkelkindern offen ist.

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  2. Heidi

    ja, meine liebe, das tut weh, das kann so gut nachfühlen — und all die Fragen warum, was haben wir falsch gemacht, die ewig und immer wieder im Kopf kreisen, unbeantwortet, denn wir haben nichts falsch gemacht. Wir haben wahrscheinlich Fehler gemacht, aber nicht gezielt oder bewusst. Warum nehmen Kinder sich das Recht heraus uns dafür zu strafen und als solches empfinde ich es, wenn sie uns respektlos behandeln.
    Ja, wir haben nicht mehr viel Zeit und es ist so traurig und sinnlos. Ob den Kindern das bewusst ist? Mein Sohn sagt einfach, du wirst uralt —–
    Will ich garnicht — so nicht.

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Ja – Du hast so recht und ich würde mir nur wünschen, wir könnten noch so lange wir leben uns versöhnen aber irgendwie scheinen sie zu glauben, dass das Leben unendlich ist. Wir können ja dann später auf unserer Wolke sitzen und schauen, wie es ihnen so geht.. Nee, ich möchte auch nicht uralt werden.

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  3. Sonja

    Ich hatte viele Jahre eine sehr schwierige Beziehung mit meiner Mutter. Habe sie auch sehr angeklagt. War aber auch sehr verletzt. Nun bin ich froh, dass es in den letzten Monaten zu viel Versöhnung kam. Sie ist mittlerweile 75. Irgendwann ist Frieden schließen einfach wichtig. Wünsche Dir, dass Ihr, Du und Deine Kinder, das auch bald einmal schafft.

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    1. Cecilia Stickler Beitragsautor

      Danke Sonja! Ja – ich wünsche mir auch einen „Neuanfang“ aber da stoße ich auf Granit. Ich muss wohl damit leben und das ist wie so eine Wunde in der Seele.. Ich bin vielleicht egoistisch weil ich mir eine Versöhnung wünsche – aber so furchtbar viel Zeit haben wir nicht mehr.. Vielleicht versteht sie mich später..

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